Der 1. FC Kaiserslautern muss erstmal ohne Jeff Strasser auskommen. Der Fußball-Trainer braucht nach seinen gesundheitlichen Problemen mehrere Wochen Pause. Unklar ist, wer die Mannschaft jetzt trainieren soll - und ob Strasser überhaupt zurückkehrt.

Trainer Jeff Strasser wird dem 1. FC Kaiserslautern nach seinen gesundheitlichen Problemen mehrere Wochen fehlen.

Untersuchungen bei Strasser hätten vorübergehende Herzrhythmusstörungen in Zusammenhang mit einer verschleppten Grippe ergeben, teilte der abstiegsbedrohte Fußball-Zweitligist am Mittwoch mit.

Ärzte hätten Strasser jetzt eine Ruhepause von voraussichtlich vier bis sechs Wochen verordnet.

"Würde am liebsten schon heute wieder trainieren"

"Das ist eine schwierige Situation für mich", sagte Strasser einer Pressemitteilung zufolge. "Ich würde am liebsten schon heute wieder trainieren, aber ich muss auf die Ärzte hören und akzeptieren, dass dies derzeit nicht vernünftig ist."

Er werde vollständig genesen. Der FCK müsse jetzt "die Interessen des Vereins wahren und eine zeitnahe Lösung für die Trainerposition finden", sagte Stasser.

"Gerne werde ich mich mit dem neuen Trainer austauschen, wenn dieser das wünscht."

Michael Frontzeck als Interimslösung?

Wer nun den Posten besetzen soll, will der FCK bald mitteilen. Zuletzt hatte Interimscoach Hans Werner Moser die Profis des Tabellenletzten betreut.

Für Donnerstag ist eine Pressekonferenz mit dem neuen Sportvorstand Martin Bader angesetzt. Der "Kicker" hatte am Mittwoch spekuliert, dass Michael Frontzeck den Luxemburger Strasser vertreten könne.

"Gerne hätten wir ihn möglichst schnell wieder als FCK-Trainer an der Linie gesehen, doch seine Gesundheit steht in diesem Fall natürlich über allem", sagte Kaiserslauterns Sportdirektor Boris Notzon und ergänzte: "Wir werden zeitnah eine Entscheidung über die Folgeregelung treffen." Diese solle in Abstimmung mit Strasser fallen.

Der 43-Jährige war bei der Partie vergangenen Mittwoch in Darmstadt als medizinischer Notfall in ein Krankenhaus gebracht worden.

Das Spiel wurde zur Pause beim Stand von 0:0 abgebrochen und wird am 21. Februar in voller Länge nachgeholt.  © dpa