Die Ausraster von Franck Ribéry beim FC Bayern

Manche Spieler lernen mit den Jahren, ihre Emotionen zu unterdrücken. Nicht so Franck Ribéry: Dem Franzose vom FC Bayern rutscht immer wieder die Hand oder auch der Ellbogen aus. Zuletzt soll er gegenüber einem TV-Experten handgreiflich geworden sein. Wir blicken zurück auf seine denkwürdigsten Ausraster.

Nach dem Spiel bei Borussia Dortmund ist Franck Ribéry so angefressen, dass er mit dem TV-Experten Patrick Guillou aneinandergerät. Es sei sogar zu Handgreiflichkeiten gekommen. Der FC Bayern hat den Vorfall bestätigt.
Im Champions-League-Vorrunden-Spiel 2017 gegen den RSC Anderlecht kann Franck Ribéry froh sein, dass Schiedsrichter Paolo Tagliavento ruhig bleibt. Nach einer Notbremse durch Anderlechts Sven Kums beschwert sich Ribery wütend beim Schiri, der den Übeltäter schon längst vom Platz gestellt hat. Ribéry tätschelt Tagliavento sogar die Wange. Ein absolutes No-Go!
Ribérys Wut kennt auch nach seiner Auswechslung keine Grenzen. Er verweigert den Handschlag mit Trainer Carlo Ancelotti und pfeffert sein Trikot auf die Ersatzbank. Zumindest bleiben seine Mitspieler verschont.
Im Supercup 2016 gegen Borussia Dortmund hat Ribéry seinen Ellbogen nicht unter Kontrolle. BVB-Verteidiger Felix Passlack wird schmerzhaft im Gesicht getroffen. Ribéry sieht nur Gelb. Die Dortmunder bewerten die Aktion nach dem Spiel klar als Tätlichkeit. Trainer Thomas Tuchel spricht von einem Deja-vu-Erlebnis, denn ...
... wenige Monate zuvor greift Ribéry Gonzalo Castro im DFB-Pokal-Finale 2016 ins Gesicht, sticht ihm sogar ins Auge. Verblüffenderweise sieht er auch dafür nur die gelbe Karte.
Im Champions-League-Halbfinal-Rückspiel 2014 gegen Real Madrid lässt sich Ribéry beim Stand vom 0:3 zu einer Auseinandersetzung mit Daniel Carvajal hinreißen. Mal wieder landet eine Hand des Franzosen im Gesicht seines Gegners. Jerome Boateng muss schlichtend eingreifen. Ribéry kommt ohne Strafe davon.
Im Champions League Finale 2013 bekommt Robert Lewandowski, damals noch in den Diensten von Borussia Dortmund, Ribérys Ellbogen zu spüren. Der Franzose kommt ungeschoren davon.
Im Champions-League-Gruppenspiel gegen Manchester City 2014 watscht Ribéry den Belgier Vincent Kompany. Die Tätlichkeit wird lediglich mit einer gelbe Karte geahndet.
Im Dezember 2011 liefert sich Ribéry ein Kopf-an-Kopf-Duell mit dem Kölner Henrique Sereno. Der Bayern-Star wurde mit Gelb-Rot vom Platz gestellt. Der damalige Bayern-Manager Uli Hoeneß nimmt Ribéry in Schutz: "Franck ist provoziert worden und er ist natürlich ein Hitzkopf."
Die erste rote Karte im Trikot des FC Bayern kassiert Ribéry im April 2009. Der Franzose lässt sich beim 0:1 gegen den FC Schalke 04 zu einem Frustfoul gegen Jefferson Farfan hinreißen.
Der Jähzorn des ansonsten zu Späßen aufgelegten Franzosen macht auch vor Teamkameraden nicht Halt. Im Champions-League-Spiel gegen Real Madrid 2012 eskaliert der Freistoß-Streit mit Arjen Robben in der Halbzeit-Pause. In der Kabine langt Ribéry gegen Robben dermaßen zu, dass dessen Auge noch Tage später ein Veilchen ziert.