Borussia Dortmund hat für das Verpassen der Champions-League-Qualifikation offenbar vorgesorgt - und sich gegen die Einnahmeausfälle versichert. Das berichten die "Ruhrnachrichten" online unter Berufung auf den aktuellen Wertpapierprospekt des BVB. Eine offizielle Stellungnahme des Vereins gibt es dazu allerdings nicht.

Borussia Dortmund hat aktuell 18 Punkte Rückstand auf den Champions-League-Qualifikationsplatz vier in der Bundesliga und damit fünf Spieltage vor Saisonende keine Chance mehr, in der nächsten Saison erneut in der "Königsklasse" zu spielen. Damit verpasst der BVB die Quali das erste Mal seit der Meistersaison 2010/11 - und muss damit hohe Einnahmeausfälle hinnehmen. Im Jahr 2013, als die Borussia im CL-Finale gegen den FC Bayern München stand, nahm der Verein beispielsweise über 50 Millionen Euro durch die Spiele in der "Königsklasse" ein.

Doch laut "Ruhrnachrichten" hat Dortmund für den Fall der Fälle vorgesorgt und eine Versicherung gegen das Verpassen der Champions-League-Qualifikation abgeschlossen. Das geht aus dem aktuellen Wertpapierprosekt des Vereins hervor. Auf Seite 89 von 261 heißt es unter dem Punkt Versicherungen: "Die Gesellschaft hat verschiedene Arten von Versicherungen abgeschlossen", darunter eben "eine Einnahmenausfallversicherung für die UEFA Champions League". Auf Nachfrage der "Ruhrnachrichten" erklärte der BVB, dass dazu kein Kommentar abgegeben werde.

Von der Versicherung berichtet auch die US-amerikanische Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf zwei namentlich nicht genannte Personen. Demnach habe der BVB die Versicherung im Jahr 2012 bei einem Versicherungskonsortium mit zwölf Mitgliedern unter der Führung der Catlin und XL Group abgeschlossen. Klub-Boss Hans-Joachim Watzke wollte sich auf Anfrage der Nachrichtenagentur nicht äußern.

Bloomberg berichtet weiter, dass weder Trainer Jürgen Klopp noch die Spieler von der Versicherung gewusst hätten - wohl um nicht die Motivation der Mannschaft zu unterminieren, sich für die Champions League zu qualifizieren.

Im englischen Fußball sind derlei Versicherungen verboten, um mögliche Spielverschiebungen zu verhindern - in Deutschland anscheinend nicht. (cai)