Da ist dem FC Bayern offenbar ein richtiger großer Fisch durchs Netz gegangen. Wie die kroatische Tageszeitung "Novi list" berichtet, hätte der deutsche Rekordmeister im Jahr 2010 fast Neymar verpflichtet.

222 Millionen Euro - für diese Rekordsumme ist Neymar aktuell vom FC Barcelona zu Paris St. Germain gewechselt. Geld, das auch im Geldbeutel des FC Bayern hätte landen können, wäre man beim deutschen Rekordmeister im Jahr 2010 nur etwas risikofreudiger gewesen.

Wie Spielerberater Predrag Racki in der kroatischen Tageszeitung "Novi list" erzählt, waren die Bayern vor sieben Jahren kurz davor, das damalige Jahrhunderttalent vom FC Santos zu verpflichten.

Spielerberater Racki hatte mit Erlaubnis von Neymar-Berater Wagner Ribeiro ein Treffen mit dem damaligen Sportdirektor der Bayern, Christian Nerlinger, arrangiert: "Ich habe mich mit Nerlinger in München getroffen, nachdem wir zweimal telefoniert hatten. Er hat mir gesagt, dass er genau weiß, wer Neymar ist. Eines der größten Talente der Welt", erzählt Racki der "Novi list".

Neymar war den Bayern zu teuer

Der Wechsel scheiterte jedoch, da Neymar den Bayern am Ende doch zu teuer war.

Die aufgerufene Summe belief sich auf 18 Millionen Euro. Mit Boni hätte Neymar wohl 24 Millionen Euro gekostet. Nerlinger habe dem Spielerberater gesagt, man wolle Neymar weiter beobachten, sei aber nicht bereit so viel Geld für einen Spieler auszugeben, der noch nicht einmal 18 Jahre alt ist.

Wenn man bedenkt, dass Neymar nur drei Jahre später für damals schon sagenhafte 88,2 Millionen Euro vom FC Santos zum FC Barcelona wechselte, dürfte man sich bei Bayern im Nachhinein ganz schön ins Hinterteil gebissen haben. (ska)