Nach nur einem Jahr soll Sebastian Rudy den FC Bayern München wieder verlassen. Unter dem neuen Trainer Niko Kovac ist für den Nationalspieler kein Platz mehr im Kader des deutschen Meisters. Bleibt die Frage: Wohin geht Rudy? Und: Wird er vielleicht sogar Teil eines Doppelwechsels?

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Im Testspiel beim Hamburger SV durfte Sebastian Rudy noch einmal in der Startformation des FC Bayern München ran. Doch beim deutschen Rekordmeister gibt es für den Fußball-Nationalspieler keinen Platz mehr.

FC Bayern erteilt Sebastian Rudy die Freigabe

Die Bayern-Verantwortlichen haben ihm die Freigabe zum Wechsel erteilt, sollte sich der 28-Jährige mit einem neuen Verein einig werden.

"Ja, so ist die Absprache", bestätigte der neue Chefcoach Niko Kovac am Mittwochabend nach dem 4:1 in der Freundschaftspartie beim Bundesliga-Absteiger HSV.

Rudy war vor einem Jahr ablösefrei von 1899 Hoffenheim nach München gekommen. Sein Vertrag läuft noch bis 2020.

Er kam in der vergangenen Saison immerhin auf 25 Bundesliga-Spiele und fünf Champions-League-Einsätze. Dennoch ist kein Platz mehr im Starensemble der Bayern unter Kovac.

"Wir sind im Mittelfeld schon ziemlich bepackt", meinte der neue Trainer in Hamburg. "Da ist schon eine Vielzahl von Hochkarätern. Die Wahrscheinlichkeit, dass alle gleich zum Einsatz kommen, ist in der Form nicht gegeben." Es ergebe daher Sinn, "dass sich Sebastian anderweitig orientiert".

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Wechselt Sebastian Rudy zu RB Leipzig?

Wohin Rudys Weg führt, ist anderthalb Wochen vor dem Bundesliga-Start aber noch offen. Als möglicher neue Arbeitgeber wurde zuletzt RB Leipzig gehandelt.

RB-Trainer Ralf Rangnick dementierte Meldungen über eine erzielte Einigung mit dem Mittelfeldspieler vehement.

Rudy soll sich aber bereits das Trainingsgelände in Leipzig angeschaut haben. Fraglich ist jedoch, ob RB tatsächlich zuschlägt.

Einerseits verpflichtet Leipzig eigentlich nur Spieler, die unter 24 Jahre alt sind. Das ist eine selbst gesetzte Regel, die bei Rudy (28) gebrochen werden müsste.

Denn Rangnick braucht nicht nur einen Ersatz für den zu Liverpool abgewanderten Naby Keita, sondern bei einer möglichen Qualifikation zur Europa League auch einen breiteren Kader.

Dazu ist der Transfer natürlich auch eine Finanzfrage. Die Bayern fordern angeblich eine Ablöse in Höhe von bis zu 15 Millionen Euro, dazu soll der Nationalspieler in München mehr als vier Millionen Euro verdienen. Auch das ist nach eigenen Maßgaben bei Leipzig eigentlich nicht drin.

Leipzig hat zudem bereits um die 40 Millionen für die drei Neuzugänge Nordi Mukiele, Matheus Cunha und Marcelo Saracchi ausgegeben. Ob sie sich nun auch noch Rudy leisten wollen und können, ist fraglich.

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Doppelwechsel von München nach Schalke?

So kommt Schalke ins Spiel. Die Königsblauen haben nach dem Verkauf von Thilo Kehrer an Paris Saint-Germain für über 35 Millionen gerade viel Geld eingenommen. Das könnte jetzt in einen neuen Mittelfeldspieler investiert werden.

Offenbar hat es auch schon ein erstes Gespräch zwischen Schalke-Trainer Domenico Tedesco und Rudy gegeben - mit Wissen der Bayern-Oberen.

"Das ist okay, das habe ich erlaubt. Und deswegen ist das kein Problem", sagte Bayern-Sportdirektor Hasan Salihamidžić im TV-Sender Sport1. Mehr wollte er allerdings auch nicht von sich geben: "Das, was jetzt passiert, auf dem Transfermarkt, das sind interne Sachen."

Tedesco hatte lediglich bestätigt, am Dienstag in München gewesen zu sein: "Alles andere sind Spekulationen, an denen wir uns niemals beteiligen werden."

Berichten zufolge könnte der München-Besuch auch mit einem anderen Bayern-Spieler zusammenhängen. Schalke sucht noch einen Linksverteidiger - und angeblich steht Juan Bernat bei den Königsblauen hoch im Kurs.

Möglicherweise kommt es am Ende also sogar zu einem Doppelwechsel von München nach Schalke. (cai)

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