Der FC Bayern distanziert sich offenbar von einer möglichen Verpflichtung von Julian Nagelsmann. Sollte Jupp Heynckes im Sommer tatsächlich gehen, ist ein anderer heißester Kandidat auf die Nachfolge auf der Trainerbank.

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Ganz ursprünglich wollte der FC Bayern Anfang des Jahres 2018 einen neuen Trainer für den Sommer präsentieren. Das neue Jahr ist nun schon fast einen Monat alt und die FCB-Bosse scheinen immer noch nicht schlauer, wie es denn nun weitergehen wird.

Wie es im Idealfall weitergehen soll, das hingegen wissen sie ganz genau: Jupp Heynckes bleibt mindestens noch eine weitere Saison.

Weil sich Heynckes jedoch trotz großer Charmeoffensive weiterhin ziert, den Bayern eine Zusage über den Sommer hinaus zu geben, bleibt Uli Hoeneß und Co. nicht viel anderes übrig, als sich doch mit weiteren Kandidaten zu beschäftigen.

Als mögliche Heynckes-Nachfolger werden Gerüchten zufolge unter anderem Thomas Tuchel, Niko Kovac, Julian Nagelsmann und Ralph Hasenhüttl gehandelt.

Einen dieser Kandidaten haben die Bayern-Bosse jedoch offenbar wieder von der Short-List gestrichen: Julian Nagelsmann.

Nagelsmann ist zu jung

Wie die "Bild" berichtet, soll Nagelsmanns Alter bei den Überlegungen eine entscheidende Rolle gespielt haben. Der Trainer der TSG 1899 Hoffenheim ist erst 30 Jahre alt und damit ein Jahr jünger als beispielsweise Kapitän Manuel Neuer.

Nachdem der 72-jährige Heynckes bei den Spielern aber gerade aufgrund seiner väterlichen Art so hervorragend ankommt, haben Hoeneß und Co. offenbar Bedenken, der Wechsel von alt auf sehr jung könnte zu Autoritätsproblemen in der Mannschaft führen.

Auch die fehlende internationale Erfahrung spricht dem Bericht zufolge gegen Nagelsmann. In der laufenden Saison war der 30-Jährige mit Hoffenheim bereits in der Champions-League-Quali krachend am FC Liverpool gescheitert.

Und dann gibt es offenbar noch einen ganz persönlichen Grund von Uli Hoeneß: Der Bayern-Präsident ist ein enger Golf-Freund von Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp. Der will Nagelsmann erst 2019 gehen sehen und Hoeneß will diese Ansage offenbar akzeptieren.

Als heißester Kandidat auf die Heynckes-Nachfolge ist laut "Bild" nun Thomas Tuchel. Besonders Karl-Heinz Rummenigge ist ein großer Verfechter des 44-Jährigen. Tuchels großer Vorteil - von internationaler Erfahrung und passendem Alter abgesehen: Er muss nicht aus einem laufenden Vertrag herausgekauft werden. (ska)