Bayern Münchens Rafinha hat Klub-Boss Karl-Heinz Rummenigge verbal angegriffen. Hintergrund sind dessen Aussagen zur Nachfolge des zurückgetretenen Philipp Lahm als Rechtsverteidiger.

Diese Worte haben es in sich: Rafinha hat in einem Interview mit dem Pay-TV-Sender Sky gegen Klub-Boss Karl-Heinz Rummenigge gepoltert.

"Rummenigge kann sagen, was er will. Ich glaube, er hat hier seine Aufgaben, aber der Trainer ist Carlo Ancelotti. Er entscheidet, wer spielt oder nicht", schimpfte der Brasilianer am Rande der Münchner Asien-Tour.

Hintergrund dieser Aussagen: Rummenigge hatte in den vergangenen Wochen mehrfach betont, dass Joshua Kimmich die Rolle des zurückgetretenen Philipp Lahm als Rechtsverteidiger übernehmen und dort "gesicherte Einsatzminuten" bekommen werde.

Verständlich, dass dies Rafinha, der hinten rechts ebenso zu Hause ist, gar nicht schmeckt. Jedoch hatte Rummenigge dabei stets angefügt, dass auch Ancelotti diese Planung mit Kimmich verfolge.

Rafinha glaubt an seine Einsatz-Chance

Der 31 Jahre alte Brasilianer zeigt sich im Sky-Interview aber nicht nur angriffslustig, sondern auch selbstbewusst: "Ich habe sechs Jahre mit Philipp Lahm zusammen gespielt und trotzdem mehr als 200 Spiele für den FC Bayern gemacht. Ich hoffe, ich bekomme jetzt mehr Einsätze, die Qualität dafür habe ich", sagte Rafinha, der insgesamt alleine in der Bundesliga auf 289 Spiele für die Münchner kommt.

In der Vorsaison absolvierte Rafinha jedoch nur 20 Bundesliga-Spiele, in denen er sogar zehnmal nur eingewechselt wurde.

Immerhin kann sich der brasilianische Nationalspieler aktuell für mehr Spielzeiten empfehlen: Denn während er mit den Bayern auf Asien-Reise ist und dort gegen Mannschaften wie den FC Arsenal aufläuft, weilt Kimmich nach dem Confed-Cup-Triumph Anfang Juli noch im Urlaub.