Auftakt nach Maß für den deutschen Rekordmeister. Mit einer guten Vorstellung startet der FC Bayern mit einem 3:1-Sieg gegen Leverkusen in die Rückrunde. Vor allem zwei Super-Stars drehten auf.

Sven Ulreich war zufrieden mit dem ersten Auftritt im neuen Jahr. "Wir wollten einen guten Rückrundenstart und gut reinkommen gegen einen Gegner, der zwölf Spiele unbesiegt war. Da ist es schön mit drei Punkten zu starten", sagte der Torhüter des FC Bayern München nach dem 3:1 (1:0)-Erfolg beim Verfolger Bayer Leverkusen.

In einer von Beginn an umkämpften Partie vor 30.210 Zuschauern in der BayArena hatte der Rekordmeister am Ende allerdings einige Konzentrationsschwächen, doch in der Offensive setzte sich die Klasse des souveränen Tabellenführers durch.

"Wenn wir in den Spielfluss kommen, zeigt sich, dass wir nicht nur eine gute, sondern auch eine reife Mannschaft haben", befand Bayern-Coach Jupp Heynckes.

Zwei Super-Stars drehen auf

Javier Martinez (32.) und Franck Ribery (59.) hatten mit ihren ersten Saisontreffern die 2:0-Führung erzielt.

Franck Ribery nach seinem Treffer.

Der Franzose lief anschließend wie aufgedreht Richtung Kurve, hämmerte dabei mit seinem Finger auf das Bayern-Wappen. Offenbar eine Bewerbung für einen neuen Vertrag.

Nach dem Spiel sagte der Franzose, der ebenso wie Arjen Robben von Beginn an auflief und eine starke Partie zeigte, im ZDF: "Ich will so lange wie möglich bei Bayern bleiben. Ich bin immer glücklich, es macht mir Spaß mit meiner Mannschaft und den Fans."

Auch Trainer Jupp Heynckes äußerte sich zu einer möglichen Verlängerung - und lobte den in der Hinrunde lange Verletzten Bayern-Star: "Das hat Zeit, das weiß auch der Franck. Mittwoch hat er drei Tore gemacht und war auch heute ein Aktivposten."

In der 71. Minute traf Kevin Volland dann zum 1:2, das Spiel war wieder eng.

"Aber zum Glück haben wir einen Spieler in unseren Reihen, der Standardsituationen überragend beherrscht", sagte Heynckes.

Gemeint ist der Kolumbianer James, der kurz vor Schluss mit einem Freistoß in den Winkel alle Leverkusener Hoffnungen zu nichte gemacht hat.

FC Bayern ohne Sandro Wagner

Münchens Trainer hatte Neuzugang Sandro Wagner überraschend auf der Bank gelassen, obwohl Torjäger Robert Lewandowski verletzt ausfiel. Stattdessen spielte Thomas Müller ganz vorne.

"Sandro kommt ja nicht zu irgendeinem Verein, er kommt zum FC Bayern. Da dauert die Integration ins Mannschaftsgefüge etwas länger. Ich wollte die Spieler bringen, die unsere Angriffsmechanismen kennen", erklärte Heynckes.

"Ich ticke da etwas anders. Wenn der Stammspieler ausfällt, spielt nicht automatisch der Backup."

Leverkusen wacht zu spät auf

In der Schlussphase kam der ehemalige Hoffenheimer dann zu seinem ersten Pflichtspieleinsatz nach seinem Wechsel.

Für die Gastgeber endete eine stolze Erfolgsserie und zudem musste das Team die erste Heimniederlage hinnehmen. "Wir sind erst nach dem Anschlusstreffer aufgewacht", sagte Verteidiger Sven Bender.

Das gefiel auch Trainer Heiko Herrlich. "Die Mannschaft hat an sich geglaubt. Da hatten wir unsere stärkste Phase und hätten den Ausgleich schaffen könne", meinte der Bayer-Trainer. "Da habe ich sogar geglaubt, dass wir noch gewinnen können", sagte Herrlich.

Doch dann traf James - und der Sieg war den Bayern nicht mehr zu nehmen. (cai/dpa)