Er gilt als einer der größten Schalker Nachwuchstalente. Doch Donis Avdijaj macht eher abseits des Platzes Schlagzeilen. Erneut ist der Stürmer in einen Autounfall verwickelt. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft. Und auch sein Klub zieht Konsequenzen.

Schalkes Donis Avdijaj hat erneut Ärger mit der Polizei. Der 20 Jahre alte Nachwuchsstürmer, der momentan an einer Meniskusverletzung laboriert, soll laut "Bild" am 3. Oktober ein Verkehrsdelikt begangen haben.

So habe Avdijaj in seiner Heimatstadt Osnabrück mit seinem Mercedes eine rote Ampel überfahren und dabei fast eine Passantin erwischt. Anschließend habe er beim Einparken zwei Autos gerammt und sei danach weitergefahren.

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Kurze Zeit später habe ihn dann eine zivile Streife angehalten. Mittlerweile hat der Verein Ermittlungen gegen Avdijaj bestätigt.

Seinen Führerschein ist Avdijaj in jedem Fall los, zudem droht ihm eine Anzeige wegen Fahrerflucht.

Millionen-Klausel ohne Pflichtspiel

48 Millionen Euro soll die Ausstiegsklausel wert sein, die die Schalker im Jahr 2014 festlegten, als sie ihr Nachwuchstalent mit einem Profivertrag ausstatteten. Ganz schön viel Geld für einen, der bis zum heutigen Tag noch kein Pflichtspiel für die "Knappen" bestritten hat.

Im Jahr seines Vertragsabschluss war Avdijaj schon einmal in einen Autounfall verwickelt. Damals fuhr er als Führerschein-Neuling mit seinem 150.000 Euro teuren Mercedes einem ähnlich wertvollem Lamborghini auf. Seinen Führerschein bekam er damals nach kurzer Zeit wieder.

Karriere-Neustart in Österreich

Doch auch sportlich machte das Nachwuchs-Talent in seiner jungen Profi-Karriere durchaus auf sich aufmerksam. Anfang 2015 wurde er von Schalke zu Sturm Graz ausgeliehen, um Spielpraxis zu sammeln.

In eineinhalb Jahren kam Avdijaj zu 42 Einsätzen in der Österreichischen Bundesliga und erzielte 19 Scorerpunkte (9 Tore, 10 Vorlagen).

Aus seiner Zeit bei den Grazern stammt auch ein kurioses Interview, welches bei Youtube zum Hit wurde.

In diesem Sommer wollte sich Avdijaj im Profikader der Gelsenkirchener festspielen. Jedoch setzt ihn die in der Sommervorbereitung erlittene Meniskusverletzung außer Gefecht - immerhin trainiert er mittlerweile wieder mit der Mannschaft. Dennoch muss Avdijaj auf sein Profi-Debüt bei S04 warten.

Schalke zieht Konsequenzen

Nach seiner Skandalfahrt bestellte Schalke-Manager Christian Heidel Avdijaj zum Rapport - und gab ihm eine allerletzte Chance.

"Der Spieler hat vom FC Schalke 04 bereits einen Tag nach dem Vorfall eine Abmahnung und eine empfindliche Geldstrafe erhalten. Wir erwarten, dass so etwas nicht mehr vorkommt", heißt es in einer Stellungnahme der Schalker.

Autofahren kann Avdijaj in nächster Zeit definitiv nicht mehr. Vielleicht hilft es ihm, sich aufs Wesentliche zu konzentrieren - den Fußball.