Jürgen Klopp, Trainer des FC Liverpool, ist inzwischen 52 Jahre alt und hat den Vertrag bei seinem Klub vorzeitig bis 2024 verlängert. Das bedeutet, dass er allenfalls erst mit 57 Jahren auf den deutschen Arbeitsmarkt zurückkehren möchte. Würde er sich dann noch, nach fast einem Jahrzehnt auf der Insel, einen Bundesliga-Klub antun?

Pit Gottschalk
Eine Kolumne
von Pit Gottschalk

Die Vertragsdauer ist gut gewählt: Sie schützt Jürgen Klopp vor der einen bohrenden Frage, die ganz sicher spätestens nach der Weltmeisterschaft 2022 kommen wird.

Die Frage lautet: Was ist mit der Nationalmannschaft? Der DFB-Vertrag von Bundestrainer Joachim Löw läuft in zweieinhalb Jahren aus. Klopp wäre ein passender und akzeptierter Nachfolger gewesen.

Nun sind die Würfel gefallen. Klopp möchte nicht. Oder besser gesagt: noch nicht. Die Vertragsverlängerung ist ein Statement.

Nun weiß man natürlich nicht, welche Eigendynamik die EM 2020 in der öffentlichen Diskussion bereithält und ob Joachim Löw anschließend den Umbruch in der Nationalmannschaft bis 2022 überhaupt fortsetzen darf.

Sollte Löw anschließend seine vierte WM-Teilnahme als Cheftrainer machen dürfen, wird sich sein Nachfolger wohl kaum damit begnügen, ein Platzhalter für zwei Jahre zu sein. Da müssten ihn schon Blamagen und Rumpelfußball hinwegfegen. Was man aber schon jetzt mit hoher Wahrscheinlichkeit sagen kann: Klopp wird 2024 nicht der Trainer der Heim-EM in Deutschland sein.

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