Max Kruse fehlte am Dienstag im Teamtraining des VfL Wolfsburg. Nach dem Rausschmiss aus der Nationalmannschaft wollte der Club seinen in die Schlagzeilen geratenen Profi schützen. Die Zukunft aber ist offen.

Wolfsburg-Manager Allofs genervt: "Er deutet die Warnsignale nicht."

Der VfL Wolfsburg hat seinem bei der Nationalmannschaft suspendierten Fußball-Profi Max Kruse Hilfe zugesagt und ihm zugleich ein Ultimatum gestellt. "Wir haben bei der Aufarbeitung der aktuellen Entwicklung den Eindruck gewonnen, dass Max Kruse jetzt dringend unsere Hilfe benötigt", erklärte VfL-Geschäftsführer Klaus Allofs am Dienstagabend und forderte für eine weitere Unterstützung Kruses "eine sofortige Veränderung seiner Lebensweise".

Der Stürmer hatte zuvor nicht am Mannschaftstraining teilgenommen. Der VfL begründete dies mit einer Schutzmaßnahme "vor dem medialen Ansturm" nach zahlreichen Schlagzeilen über das Privatleben Kruses in den letzten Tagen, die auch zur Suspendierung vom Nationalteam geführt hatten.

Max Kruse soll ins Training zurückkehren

"Offenbar holen ihn derzeit Vorkommnisse und Probleme - auch aus seiner Vergangenheit - ein, die weder er noch wir steuern können", sagte Allofs dazu. Kruse könne sich derzeit nicht äußern, da er "gegen das Geschehene juristisch vorgeht".

VfL-Trainer Dieter Hecking hatte für Mittwoch Kruses Wiedereingliederung ins Team-Training angekündigt, sich aber nicht klar zu dessen Zukunft in Wolfsburg geäußert.© dpa