Borussia Dortmund suspendiert Ousmane Dembélé. Der wechselwillige BVB-Spieler ist am Donnerstag nicht zum Training erschienen - die Verantwortlichen wussten nicht, wo er sich aufhielt. Der Verein reagierte doppelt: Er strich den Spieler aus dem Kader und lehnte ein Angebot des FC Barcelona ab.

BVB-Star Ousmane Dembélé ist heute nicht beim Training erschienen.

"Wir haben versucht, ihn zu erreichen und hoffen, dass nichts Schlimmes passiert ist", erklärte Dortmund-Trainer Peter Bosz.

Die Verantwortlichen des Klubs wussten zunächst nicht, wo sich der französische Offensivspieler aufhielt. Es sieht so aus, dass er mit seinem Fernbleiben einen Wechsel erzwingen will.

FC Barcelona will Dembélé unbedingt

Dembélé wird derzeit heftig vom FC Barcelona umworben und soll dort die Nachfolge des für 222 Millionen Euro zu PSG gewechselten Brasilianers Neymar antreten.

Der BVB will seinen Superstar jedoch nicht unter 120 Millionen Euro ziehen lassen. Ein erstes Angebot der Katalanen, deren Vertreter seit Dienstag in Dortmund weilen, lag jedoch offenbar nur bei 100 Millionen Euro.

Borussia Dortmund lehnt Angebot ab

Der BVB ließ sich davon nicht beirren und schrieb in einer Ad-hoc-Mitteilung, dass der Transfer aktuell "nicht überwiegend wahrscheinlich" sei.

Der Verein bestätigte, dass es mit den Katalanen ein Gespräch über einen möglichen Transfer des 20 Jahre alten Franzosen gegeben habe.

In dieser Unterredung hätten die Vertreter des FC Barcelona ein Angebot unterbreitet, "welches nicht dem außerordentlichen fußballerischen und sonstigen Stellenwert des Spielers und auch nicht der derzeitigen wirtschaftlichen Marktsituation des europäischen Transfermarktes entsprach".

Übersetzt heißt das: Der Spieler darf gehen - wenn der FC Barcelona bereit ist, sein Angebot zu verbessern.

BVB suspendiert Dembélé

Des Weiteren suspendiert der BVB den Franzosen bis nach dem DFB-Pokalspiel am kommenden Wochenende beim 1. FC Rielasingen-Arlen.

"Ousmane Dembélé hat heute unentschuldigt beim BVB-Training gefehlt und sich offenbar bewusst zu diesem Schritt entschlossen", erklärte Sportdirektor Michael Zorc. Dieses Fehlverhalten werde der BVB selbstverständlich sanktionieren. Die Suspendierung des Angreifers sei in Absprache mit Trainer Peter Bosz erfolgt.

(ms / sw / mit Material der dpa)