Es war ein Paukenschlag, der selbst die Vereinsführung zu überraschen schien: Philipp Lahm kündigte Anfang Februar sein Karriereende zum Sommer an und teilte gleichzeitig mit, nicht der neue Sportdirektor in München werden zu wollen. Der Bayern-Kapitän lässt nun durchblicken, dass Letzteres sehr stark mit Uli Hoeneß zusammenhängt.

Der Weg schien für Philipp Lahm bereitet, doch der Weltmeister von 2014 teilte vor fast zwei Monaten öffentlich mit, nach dem Ende seiner Karriere nicht als Sportdirektor beim FC Bayern zu fungieren. In einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin "Stern" lässt der 33-Jährige einen Hauptgrund dafür durchblicken - und der heißt Uli Hoeneß.

"Generell kann man nur Dinge rund um die Mannschaft beeinflussen, wenn man die Verantwortung hat", sagte Lahm im "Stern". Er pochte bei den Verhandlungen offenbar auf mehr Kompetenzen, was Präsident Hoeneß abblockte.

"Ich glaube, dass Uli Hoeneß noch zu tatkräftig ist, um loszulassen. Zu jung. Er will die Dinge selbst beeinflussen. Und das ist auch sein gutes Recht, er ist Aufsichtsratsvorsitzender und hat Unglaubliches für den Klub geleistet", so Lahm. (tfr)