Dortmund, Schalke, Mönchengladbach? Nein, RB Leipzig ist bis dato Bayern-Jäger Nummer eins. Der Aufsteiger verlor in dieser Saison noch keine Partie und liegt nur zwei Punkte hinter dem Branchenprimus aus München. Reicht es am Ende sogar zum Gewinn der Deutschen Meisterschaft?

Wenn ein Aufsteiger plötzlich um die Champions-League-Plätze mitspielt, reden Fans und Experten gemeinhin von einer Überraschung, wenn nicht gar von einer Sensation.

Lehren des Spieltags: Bayern kreiert neue Probleme, HSV hat genug alte.

Im Fall von RB Leipzig, dem von Red Bull mit Millionen Euro subventionierten Fußballklub, ist die Gemengelage jedoch eine andere. Dietrich Mateschitz, Boss des österreichischen Brauseherstellers, hat in den vergangenen Jahren reichlich finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt, um den erst 2009 entstandenen Verein dahin zu führen, wo er sich zumindest nach dem 8. Spieltag der aktuellen Bundesliga-Saison befindet: in Schlagdistanz zum FC Bayern.

RB Leipzig mit massivem Transferminus

Rund 50 Millionen Euro gab Leipzig vor Saisonbeginn für neue Spieler aus - die Einnahmen beliefen sich auf null Euro. Zum Vergleich: Die Bayern machten lediglich ein Transferminus von 18 Millionen Euro. Borussia Dortmund erwirtschaftete gar einen Gewinn (1,25 Millionen Euro), genauso wie der FC Schalke 04 (19,5 Millionen Euro) und Borussia Mönchengladbach (15,6 Millionen Euro).

Leipzig nach tollem Saisonstart auf Rang zwei Wo landet RB am Ende der Saison?
  • A
    Deutscher Meister
  • B
    Champions League
  • C
    Europa League
  • D
    Mittelfeldplatz
  • E
    Abstiegsplatz

Geschätzt 33 Millionen Euro steckte RB in ein neues Trainingszentrum, ein mehr als 40.000 Zuschauer fassendes Stadion ist bereits Spielstätte, die finanziellen Möglichkeiten scheinen unerschöpflich. Klub-Rekordtransfers sind bislang Naby Keita und Oliver Burke mit jeweils 15 Millionen Euro - es wäre sehr verwunderlich, wenn diese Bestmarke nicht bald fallen würde.

Langfristig will sich der Ostklub in der Bundesliga-Spitze etablieren. Und insgeheim dürften RB-Anhänger bereits in dieser Saison von einem Meisterschafts-Zweikampf mit dem FC Bayern träumen.

Doch ist der Kader bestehend aus Spielern wie Davie Selke, Yussuf Poulsen und Naby Keita gut genug, um jetzt schon den Großangriff auf die Bayern zu starten? Reicht es am Ende "nur" für die Champions League oder Europa League?

Oder wird RB doch noch abreißen lassen müssen und sich letztlich im Tabellen-Mittelfeld wiederfinden? Stimmen Sie in unserem Voting ab und sagen Sie uns in den Kommentaren Ihre Meinung.

(tfr)