Robert Lewandowski macht dem FC Bayern weiter Druck: Der Verein soll unbedingt einen Ersatzstürmer holen. Kandidaten gäbe es genug - auch wenn die nicht unbedingt auf Lewys Anforderungsprofil passen.

Robert Lewandowski will keine Ruhe geben. Der Stürmer des FC Bayern treibt seinen Verein weiter an, in der Winterpause tätig zu werden und einen Backup-Angreifer zu holen. In der "Sportbild" erklärt Lewandowski seinen Vorgesetzten sogar, welches Anforderungsprofil er an einen neuen Spieler hat.

"Es wäre sicherlich eine Option, einen jungen, hungrigen Stürmer zu holen, der hinter einem erfahrenen Profi noch lernen will", meint der Pole.

Dass ihm jemand seinen Stammplatz streitig macht, darauf hat Lewandowski natürlich keine Lust.

Für ihn selbst wäre es schon eine Entlastung, "wenn ich in einer Partie mal 15 oder 20 Minuten weniger spiele. So hast du mehr Reserven für die nächste anstehende Partie und eine höhere Wahrscheinlichkeit, dass du fit bleibst und das Verletzungsrisiko minimierst".

Bayern wird tätig werden

Die Entscheidung, welcher Stürmer infrage komme, treffe am Ende natürlich die Führung des Klubs, räumt Lewandowski immerhin ein.

Dass sich ein "internationaler Top-Stürmer" hinter ihm auf die Bank setzen würde, darüber macht sich Lewy keine Illusionen. "Angreifer dieser Kategorie wollen selbst in den entscheidenden Partien der Saison auf dem Platz stehen."

Dass die Bayern jemanden holen werden, steht inzwischen außer Frage. Nachdem ein Stürmer-Backup bislang von Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge stets als nicht notwendig erachtet wurde, hat Sportdirektor Hasan Salihamidzic inzwischen längst die Kehrtwende eingeläutet und zugegeben: "Wir schauen uns um." Auch Trainer Jupp Heynckes hatte unlängst bemängelt, die Personaldecke vorne sei zu dünn.

Welche Kandidaten gibt es?

Im Dunstkreis des FC Bayern werden derzeit verschiedenste Namen gehandelt. "Sky"-Experte Lothar Matthäus bringt in seiner Kolumne beispielsweise Vedad Ibisevic von Hertha BSC ins Gespräch. Er kenne die Bundesliga seit vielen Jahren und seine Tor-Quote sei exzellent, befindet Matthäus. "Er ist mit 33 Jahren in einem Alter, bei dem er nicht mehr jedes Spiel machen muss." Damit würde Ibisevic immerhin eine von Lewandowskis Anforderungen erfüllen. In die Kategorie "jung und hungrig" passt Ibisevic allerdings nicht mehr.

Auch ansonsten werden eher Routiniers mit den Bayern in Verbindung gebracht. So könnten beispielsweise Edin Dzeko vom AS Rom oder Anthony Modeste Optionen sein.

Modeste, der derzeit in China spielt, kann sich eine Reservistenrolle beim FC Bayern allerdings nicht vorstellen. "Ich bin niemand, der sich auf die Bank setzt", erklärt der Ex-Kölner im Interview mit dem "Express". "Mit Bayern würde ich zwar Deutscher Meister werden, hätte aber nichts davon."

Die spanische "AS" bringt zudem Dries Mertens vom SSC Neapel ins Spiel. Der Belgier trifft in der Serie A derzeit wie am Fließband. Allerdings ist er auch bereits 30 Jahre alt. (ska)

MLS: Julian Gressel ist der "Rookie of the Year"

Kaum ein Land hat so viele tolle Fußball-Talente wie Deutschland. Ein Youngster erobert aktuell die USA und kaum jemand kennt ihn in seinem Heimatland: Julian Gressel. Wir stellen den 23-Jährigen vor.