Michael Gregoritsch ebnet gegen Schalke 04 früh den Weg und lässt den SC Freiburg weiter auf die Champions League hoffen. Die Gäste wiederum können die Patzer der Konkurrenz im Abstiegskampf nicht nutzen.

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Der SC Freiburg hat angeführt von Doppeltorschütze Michael Gregoritsch einen weiteren Schritt Richtung Champions League gemacht, der FC Schalke 04 im Abstiegskampf wieder einen Rückschlag kassiert. Die Badener bezwangen die Gelsenkirchener vor 34.700 Zuschauern am Sonntag verdient mit 4:0 (2:0).

Der österreichische Nationalstürmer Gregoritsch traf in der 7. und 35. Minute für die Freiburger, die weiter zu den Topteams der Fußball-Bundesliga gehören und erstmals in die Königsklasse einziehen könnten. Lucas Höler (52.) und Matthias Ginter (82.) legten in der zweiten Halbzeit nach.

Eine Woche nach ihrem furiosen 5:2-Sieg gegen Hertha BSC hätten die Schalker im Tabellenkeller zum Gewinner des Spieltags werden und auf Platz 15 klettern können. Die Königsblauen konnten die Patzer ihrer direkten Konkurrenten aber nicht nutzen und bleiben fünf Spieltage vor dem Saisonende Vorletzter.

Gregoritsch bei Freiburg fast an jeder gefährlichen Aktion beteiligt

Die Gastgeber waren direkt voll drin im Spiel - und Gregoritsch, der nach Sprunggelenkproblemen in die Startelf zurückgekehrt war, in der ersten Halbzeit an fast jeder gefährlichen Aktion beteiligt. Schon nach sechs Minuten zwang er den Ex-Freiburger Alexander Schwolow, der im Schalker Tor den verletzten Ralf Fährmann vertrat, zu einer starken Parade. Kurz später schob er den Ball nach feinem Zuspiel des umtriebigen Ritsu Doan überlegt ins linke Eck.

Vincenzo Grifo hätte nach nicht einmal einer Viertelstunde und ebenfalls nach guter Vorarbeit des Japaners Doan schon auf 2:0 erhöhen können, traf aber nur den linken Pfosten. Nach einem weiteren Versuch durch Höler, der über das Tor schoss (18.), nahmen die Freiburger vor den Augen der früheren Bundestrainer Jogi Löw und Jürgen Klinsmann auf der Tribüne etwas Tempo raus.

Die Schalker, die nur eines der 42 zurückliegenden Auswärtsspiele in der Bundesliga gewonnen haben, blieben offensiv harmlos. Und weil sie mitunter zu luftig verteidigten, fingen sie sich noch vor dem Seitenwechsel den zweiten Gegentreffer. Bei einem Flachschuss von Grifo war Schwolow noch zur Stelle (34.), den Doppelpack von Gregoritsch konnte er dann aber nicht mehr verhindern. Der Angreifer verlängerte eine Flanke von Lukas Kübler geschickt mit dem Kopf ins lange Eck. Es war sein insgesamt 50. Bundesliga-Tor.

Auch Schalker Wechsel nach der Pause bringen nichts

Schalkes Trainer Thomas Reis wechselte zur Pause zweimal. Leo Greiml kam in der Abwehr für Moritz Jenz, Michael Frey sollte anstelle von Dominick Drexler vorne für mehr Torgefahr sorgen. Ein paar Minuten lang sah es so aus als würden die Gäste womöglich noch mal ins Spiel zurückfinden, dann traf Höler durch die Beine von Schwolow zum 3:0.

Gregoritsch vergab eine weitere gute Chance (64.). Dann traf Nationalspieler Ginter im Anschluss an eine Ecke noch für den SC, der zu Hause in der Liga in dieser Spielzeit bislang nur gegen die Titelanwärter Borussia Dortmund und FC Bayern München verloren hat - und auf dem besten Weg ist, auch kommende Saison international zu spielen. (dpa/lh)

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