Die teils widerwärtigen Aktionen einiger BVB-Zuschauer vor und während der Bundesliga-Partie gegen RB Leipzig haben für Borussia Dortmund wohl ein Nachspiel. Einem Medienbericht zufolge droht dem Revierklub ein Heimspiel ohne seine "Gelbe Wand".

Gewalt gegen Frauen und Kinder, Plakate mit Aufschriften weit unter der Gürtellinie: Vor und während des Bundesliga-Spiels Borussia Dortmund gegen RB Leipzig (1:0) kam es zu teils widerwärtigen Aktionen sogenannter "Fans" des BVB gegen Anhänger von RB Leipzig. Der Klub hatte sich umgehend dafür entschuldigt. Dennoch droht ihm eine empfindliche Strafe durch das Sportgericht des DFB.

Einen solchen Platzverweis wie den von Sokratis gab's wohl noch nie.

Der Grund: Der DFB belegte den BVB nach Krawallen beim letztjährigen Pokalfinale gegen den FC Bayern mit einer Geldstrafe in Höhe von 75.000 Euro sowie einer noch bis zum 31. Mai laufenden Bewährung.

In dem Urteil hieß es damals, dass bei Verstoß gegen die Bewährung "beim darauffolgenden Dortmunder Bundesliga-Heimspiel der Unterrang der Südtribüne (Stehplatzbereiche 10 bis 15) geschlossen bleiben [muss]. Zudem dürfen dort auch keine Banner, Plakate oder Transparente aufgehängt werden."

Wie der "Kicker" berichtet, könnten die Sanktionen gegen den BVB noch härter ausfallen - dem Klub droht sogar die Sperrung der gesamten Südtribüne, der sogenannten "Gelben Wand". Demnach könnte ein Antrag des DFB-Kontrollausschusses bis Freitag eingehen, eine mögliche Verhandlung bereits in der kommenden Woche stattfinden. (tfr)

Das Topspiel zwischen Borussia Dortmund und RB Leipzig wurde von widerwärtigen Aktionen vor und während des Spiels überschattet. Es war eine Eskalation mit Ansage, an der auch BVB-Boss Hans-Joachim Watzke eine Mitschuld trägt.