Jürgen Klopp verliert erneut ein Endspiel: Der bittere Final-Fluch des Kult-Trainers

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Jürgen Klopp wollte gegen Real mit einem Sieg im Champions-League-Endspiel eine schwarze Serie durchbrechen. Doch am Ende musste sich der Trainer des FC Liverpool mal wieder in einem Finale geschlagen gegeben.

Tragische Figur dieses denkwürdigen Abends in Kiew ist Liverpool-Torwart Loris Karius.
In der 51. Minute will Karius den Ball zu einem Mitspieler werfen, doch Karim Benzema streckt sein Bein aus, von diesem prallt die Kugel ab und rollt zum 1:0 für Real ins leere Tor.
Sadio Mané erzielt zwar für die Reds nur vier Minuten später den Ausgleich, ...
... doch in der 64. Minute bringt der erst kurz zuvor eingewechselte Gareth Bale seine Madrilenen mit einem sensationellen Fallrückzieher-Tor wieder in Führung.
In der 83. Minute unterläuft Karius dann der nächste folgenschwere Patzer. Einen relativ harmlosen Distanzschuss von Bale kann der Torwart nicht festhalten. Das 3:1 aus Real-Sicht bedeutet die Entscheidung in dieser Partie.
Und so bleibt Jürgen Klopp nach einem Endspiel einmal mehr nichts anderes übrig, als seine Spieler zu trösten ...
... und den mitgereisten Fans für ihre Unterstützung zu danken. Zum sechsten Mal in Serie verliert Klopp ein Endspiel.
Dabei fängt alles so gut für ihn an. Am 12. Mai 2012 gewinnt der BVB im DFB-Pokal-Finale furios gegen den FC Bayern München mit 5:2 und sichert sich das nationale Double. Es ist Klopps erstes Endspiel als Trainer. Shinji Kagawa trifft bereits in der dritten Minute zur Führung.
Arjen Robben gleicht in der 25. Minute zwar per Foulelfmeter für die Bayern aus, ...
... doch Mats Hummels bringt seine Farben wenige Minuten vor der Halbzeitpause erneut in Front. Manuel Neuer ahnt beim Strafstoß zwar die richtige Ecke, kommt aber nicht an den Ball.
Mann des Spiels ist allerdings Robert Lewandowski, dem die Tore zum 3:1, 4:1 und 5:2-Endstand gelingen.
Franck Ribérys Tor zum zwischenzeitlichen 2:4 bringt für die Münchner nicht die erhoffte Wende.
Und so feiert Klopp mit seiner Mannschaft den DFB-Pokal-Sieg - es soll der einzige in der Ära des Kultcoaches bleiben.
Ein Jahr später sieht Jürgen Klopps Miene ganz anders aus. Der Trainer verliert mit seinem BVB das wichtigste Spiel in der jüngeren Vereinsgeschichte.
Im ersten rein deutschen Champions-League-Finale 2013 setzen sich die Münchner mit 2:1 gegen den großen Rivalen durch. Mario Mandzukic trifft in der 60. Minute zum 1:0 für die Bayern.
Ilkay Gündogan nutzt acht Minuten später die Chance vom Elfmeterpunkt und gleicht für den BVB aus.
Den Schlusspunkt setzt allerdings Arjen Robben: In der 89. Minute spitzelt er den Ball an Roman Weidenfeller vorbei ...
... und dreht danach zum Torjubel ab. Am Ende feiern die Bayern sogar das Triple aus Meisterschaft, Pokalsieg und Champions-League-Gewinn.
Klopp und den Spielern von Borussia Dortmund steht die Enttäuschung nach dem verlorenen Endspiel ins Gesicht geschrieben.
Im Mai 2014 treffen BVB und FCB erneut in einem Finale aufeinander - dieses Mal wie bereits zwei Jahre zuvor zum Pokalendspiel im Berliner Olympiastadion. Und wieder wird Robben zum Helden für die Münchner.
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