FC Barcelona gegen Atlético Madrid - ein spanisches Duell im Viertelfinale der Champions League. Doch im Mittelpunkt steht der deutsche Schiedsrichter Dr. Felix Brych. Der Münchner gilt für die Madrilenen als Hauptschuldiger an der Niederlage im Hinspiel am Dienstagabend.

Dank eines Doppelpacks von Torjäger Luis Suarez bog der FC Barcelona das Hinspiel im Viertelfinale der Champions League noch um. Altstar Fernando Torres hatte Atlético in Führung gebracht, Suarez stellte jedoch die Weichen auf Sieg.

Doppelt bitter für Torres: Er flog wegen wiederholten Foulspiels mit Gelb-Rot vom Platz. Doch nicht etwa ihm galten die Vorwürfe nach dem Spiel, sondern dem deutschen Schiedsrichter Dr. Felix Brych.

Bayern-Anhänger haben genug von den Vorschlägen ihres Vereinsbosses.

So wetterte Madrids Stürmer Antoine Griezmann über den deutschen Unparteiischen: "Das der Schiedsrichter Fernando runtergeschickt hat, kann ich nicht verstehen. Das Foul war an der Mittellinie."

Auch Coach Diego Simeone war mit der Leistung Brychs höchst unzufrieden. Auf die Frage, ob er seinem Stürmer oder dem Schiedsrichter eher einen Vorwurf mache, blaffte der Argentinier ins Mikrofon: "Definitiv nicht Torres!"

Noch heftiger fiel der Zorn von Miguel Angel Gil Marín aus. Der Bundesliga-Referee habe im Viertelfinal-Hinspiel mit zweierlei Maß gemessen, beklagte der Geschäftsführer des Tabellenzweiten der spanischen Liga.

Stunk gegen Rummenigge

"Der FC Barcelona hat eine solche Protektion (durch den Schiedsrichter) nicht nötig", meinte Gil Marín. Sogar eine Verschwörung witterte er: "Der FC-Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge will, dass die Clubs ins Halbfinale kommen, von denen er meint, dass sie das Kommando führen. Und das wird letzten Endes auch eintreten."

Der Fußball dürfe jedoch nicht von einer "Diktatur der Großvereine" beherrscht werden. "Der Fußball gehört allen, und so muss es auch bleiben."

Dabei agierte Brych völlig regelkonform. Erst ging Torres von hinten hart gegen Neymar in den Zweikampf und nur sechs Minuten später senste er Sergio Busquets ungeschickt um - eigentlich eine klare Sache. (men/dpa)