Bitterer Abend für den FC Bayern: Der deutsche Rekordmeister scheitert im Halbfinale der Champions League wieder einmal an Real Madrid. Für FCB-Torhüter Sven Ulreich verläuft der Abend aufgrund eines Patzers sogar noch bitterer. Doch Trainer und Teamkameraden nehmen ihn in Schutz.

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Sven Ulreich hockte niedergeschlagen auf dem Rasen des Estadio Santiago Bernabéu. Teamkollegen und Betreuer waren bemüht, den Torhüter des FC Bayern nach dem Halbfinal-Aus in der Champions League gegen Real Madrid wieder aufzubauen.

Doch der 29-Jährige, der sich in dieser Saison als so zuverlässiger Ersatz für den verletzten Welttorhüter Manuel Neuer präsentiert hatte, ärgerte sich über seinen folgenschweren Fehler in seinem größten Spiel am meisten.

Ulreich hatte den deutschen Fußball-Rekordchamp beim 2:2 im Rückspiel in Madrid durch seinen Patzer beim 1:2 noch mehr in die Bredouille gebracht.

Jupp Heynckes: "ein Blackout"

David Alaba sagte dazu bei "Sky": "Wir stehen als Mannschaft zusammen. Wir haben uns nach dem Fehler nicht beeindrucken lassen. Wir haben weitergespielt."

Auch Thomas Müller nahm Ulreich in Schutz: "Fehler passieren, es macht keiner einen Vorwurf. Wir hätten den Fehler auch egalisieren können."

Dass das nicht glückte, lag auch am starken Real-Keeper Keylor Navas. "Der gegnerische Torwart hat heute wirklich mitgespielt", sagte Trainer Jupp Heynckes, der auch Ulreichs Gesamtleistung lobte. "Sven hat eine ganz tolle Saison gespielt." Diesmal habe der Torhüter allerdings "einen Blackout gehabt".

"Geheimplan" um Manuel Neuer

Drei Spiele haben die Bayern nun noch in dieser Saison. In der Liga gegen Köln und Stuttgart, dazu steht das Pokalfinale gegen Frankfurt an.

Ob es noch ein Neuer-Comeback gibt? Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge berichtete von einem "Geheimplan". Einsatzzeitpunkt offen. (dpa/am)

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