Real Madrid gewinnt das Finale gegen den FC Liverpool: So dramatisch war die Partie

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Was für ein Finale! In einem denkwürdigen Champions-League-Endspiel setzt sich Real Madrid mit 3:1 gegen den FC Liverpool durch. Ein deutscher Torwart wird zur tragischen Figur.

Gute Laune vor dem Anpfiff: Real-Trainer Zinedine Zidane und Liverpool-Coach Jürgen Klopp reichen sich die Hand.
Der FC Liverpool startet stark in die Partie, schnürt die Real-Profis tief in deren Hälfte ein. Doch in der 26. Minute dann der Schock. Bei einem harten Zweikampf mit Sergio Ramos verletzt sich Mohamed Salah schwer an der Schulter.
Der Ägypter muss ein paar Minuten später ausgewechselt werden. Adam Lallana ersetzt ihn, doch ohne ihren Superstar auf dem Platz tun sich die Reds merklich schwer.
Keine zehn Minuten später die nächste Verletzung. Dieses Mal erwischt es Reals Rechtsverteidiger Dani Carvajal.
Auch der Spanier muss vorzeitig vom Feld und kann die Tränen genauso wie Salah nicht unterdrücken.
Kurzer Jubel bei den Königlichen in der 43. Minute. Loris Karius wehrt einen Kopfball von Cristiano Ronaldo nach vorne ab, Karim Benzema staubt ab. Doch der Treffer zählt wegen einer Abseitsposition nicht - eine richtige Entscheidung.
Benzema ist mit dem Abseitspfiff logischerweise nicht einverstanden. Mit einem 0:0 geht es in die Kabinen.
Real Madrid kommt deutlich stärker aus der Halbzeitpause als der FC Liverpool. In der 48. Minute belohnt Isco die Königlichen beinahe, trifft mit seinem Schuss von der Strafraumgrenze aber nur die Latte.
Liverpool ist dieses Mal - anders als nach der Salah-Verletzung - nicht geschockt und gleicht nur vier Minuten später zum 1:1 aus. Dejan Lovren setzt sich im Kopfballduell mit Sergio Ramos durch und Sadio Mané spitzelt den Ball an Keylor Navas vorbei ins Tor.
Das schönste Tor des Spiels erzielt dann aber Gareth Bale neun Minuten später. Der Waliser ist gerade einmal drei Minuten auf dem Platz, als er nach einer Flanke von Marcelo zum Fallrückzieher ansetzt und aus zwölf Metern in den Winkel trifft. Herausragend!
Dementsprechend groß ist die Freude bei Bale, der längst nicht mehr zur Stammelf seines Trainers zählt.
Liverpool gibt sich nicht geschlagen, doch mit dem Ausgleich will es nicht klappen. Mané setzt einen Schuss von der Strafraumkante in der 70. Minute an den Pfosten.
In der 83. Minute fällt die Entscheidung: Bale zieht aus 30 Metern Torentfernung ab ...
... und Karius haut sich diesen relativ harmlosen Ball selbst ins Tor. Der zweite krasse Fauxpax des Keepers besiegelt endgültig das Schicksal der Reds an diesem Abend in Kiew.
Real gewinnt das Spiel mit 3:1. Nach dem Match wird Unglücksrabe Karius von zahlreichen Personen getröstet - auch von Bale, der ihm zwei Gegentore einschenkte.
Ein ganz bitterer Abend in Karius' Karriere. Der erst 24 Jahre alte Torwart hebt entschuldigend die Hände.
Auch die Tränen kommen. Ausgerechnet im wichtigsten Spiel seiner Karriere leistet sich der ehemalige Mainz-Torwart solch schwerwiegende Fehler.
Real Madrid feiert hingegen einen historischen Erfolg. Drei Champions-League-Triumphe in Serie sind noch keiner Mannschaft gelungen. Bereits die Titelverteidigung im vergangenen Jahr war ein Novum.
Ronaldo zeigt es an: Nach 2008, 2014, 2016 und 2017 gewinnt er zum fünften Mal die Champions League. Zudem wird er zum sechsten Mal in Folge und zum siebten Mal insgesamt Torschützenkönig der Königsklasse.
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