Was, diese Spieler waren mal bei Real Madrid?

Christoph Metzelder, Bodo Illgner und Arjen Robben: Sie alle spielten bei Real Madrid, nur erinnert sich kaum einer mehr daran.

Im Sommer 2013 kehrte Christoph Metzelder nach 18 Jahren zu seinem Heimatverein TuS Haltern zurück. In der Zwischenzeit hatte der hochgewachsene Innenverteidiger mit Borussia Dortmund die Deutsche Meisterschaft und mit Schalke den DFB-Pokal gewonnen. Und mit Real Madrid wurde er 2008 spanischer Meister. Sie haben richtig gelesen: Metzelder gehörte drei Spielzeiten lang zum Kader der Königlichen. Dabei brachte er es allerdings nur auf maue 23 Einsätze. Wir verzeihen Ihnen also, falls Sie sich an Metzelders Wanderjahre nicht mehr erinnern können.
Auch Joselu, später Profi bei Hannover 96, verdiente sich seine Sporen einst bei Real Madrid - zugegebenermaßen aber nur bei Real Madrid Castilla, der zweiten Mannschaft. Also quasi den Prinzlichen.
Als unrühmlich kann man wohl auch die Zeit von Klaas-Jan Huntelaar bei Real Madrid bezeichnen. Für viereinhalb Jahre war er 2009 verpflichtet worden - ein Einkauf, der die Spanier damals stolze 27 Millionen Euro kostete. Nach nur sieben Monaten wechselte er zum AC Mailand. Auch dort lief es nicht glänzend für den "Hunter", mittlerweile hat er jedoch beim FC Schalke 04 eine Heimat gefunden.
Arjen Robben ist beim FC Bayern kaum mehr wegzudenken. Aber auch er war einst ein "Königlicher". Der sagenhaften Ablösesumme von 36 Millionen Euro wurde er nicht gerecht. Grund waren die vielen kleinen Verletzungen, die Robben immer wieder außer Gefecht setzten. Als dann Cristiano Ronaldo, Karim Benzema, Kaka und Co. bei Real anklopften, musste Robben seinen Platz räumen.
Zu den verlorenen Söhnen Reals zählt auch der Däne Thomas Gravesen. Bundesliga-Fans erinnern sich an seinen Namen vielleicht noch aufgrund einer dreijährigen Station beim Hamburger SV. Obwohl Gravesen ein ziemlich lustiger Typ ist (selbstgewählter Spitzname: Humörbombe), wirkte er zwischen den feinfüßigen Spaniern stets wie ein grober Klotz. Dafür sprechen auch seine beachtlichen 20 Gelben Karten in 49 Spielen für Madrid.
Mit Davor Suker könnte man in einem Real-Madrid-Quartett durchaus ein paar Spielzüge gewinnen. Der Kroate gewann mit Real nämlich 1997 die Spanische Meisterschaft, 1998 die Champions League und 1999 den Weltpokal. Außerdem schoss er in 106 Spielen 46 Tore - und auch seine Frisur ist eine glatte 1. Fairerweise muss man wohl aber auch erwähnen, dass sich sein Marktwert nach der Zeit bei den "Königlichen" halbiert hatte und dass er seine Karriere bei 1860 München beendete.
In einem Gastbeitrag für den britischen "Telegraph" empfahl Michael Owen seinem Landsmann Gareth Bale im August 2013 den Wechsel nach Madrid. Darin verriet er auch, dass er selbst wohl noch ein zweites Jahr dort geblieben wäre, hätte er mit seiner Familie nicht im Hotel wohnen müssen. Weil Owen sich in der hochkarätigen Mannschaft nicht durchsetzen konnte, stand ein Umzug in ein eigenes Heim wohl nicht zur Debatte. Auch um in der Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft 2006 auf sich aufmerksam zu machen, wechselte er schließlich nach zwölf Monaten zu Newcastle United.
Vier erfolgreiche Jahre verbrachte Steve McManaman bei Real Madrid. Zweimal gewann er mit den Königlichen die Champions League. Im Endspiel 2000 gegen den FC Valencia schoss McManaman sogar das 2:0 (Endstand 3:0) und wurde zum Mann des Spiels gewählt. In Spanien zählt er damit zu den Großen, wurde von den Teamkollegen Raul, Ronaldo, Roberto Carlos, Zinedine Zidane und Luis Figo hochgeschätzt. Gemessen daran wird der gebürtige Liverpooler in seiner englischen Heimat geradezu verkannt.
Torwart Bodo Illgner misst für einen Torwart eigentlich durchschnittliche 1,87 Meter. Neben Roberto Carlos (li.) und Clarence Seedorf wirkt er jedoch wie ein Riese. Wer seine Karriere nach 16 Berufsjahren bei Real Madrid beendet, muss wohl auch ein Riesentyp sein.
Das Wichtigste zuerst: Ze Roberto spielt noch! In Brasilien und mit aktuell 41 Jahren. Davor gehörte er unter anderem zur Mannschaft von Real Madrid: Nach nur einem Jahr wurde er 1998 nach Brasilien zu Flamengo Rio de Janeiro ausgeliehen, später folgten Zwischenstopps in Leverkusen, München und Hamburg.