Spiele des DFB-Pokals werden ab der Saison 2019/20 zum ersten Mal live im frei empfangbaren Privatfernsehen übertragen.

Der Deutsche Fußball-Bund vergab bei einer Präsidiumssitzung in Frankfurt am Main die Medienrechte am Pokal-Wettbewerb für die Jahre 2019 bis 2022 wie bisher an die ARD und den Bezahlsender Sky, erstmals aber auch für zumindest vier Partien von der ersten Runde bis zum Viertelfinale an den Spartensender Sport1. Das gab der DFB am Freitag bekannt.

Ein Rechtepaket, das Videohighlights von allen Pokalspielen ab Mitternacht im Internet erlaubt, erhielt zudem neben Sky und Sport1 auch die Axel Springer SE mit "Bild" und "Sport Bild".

Die neuen TV-Verträge ermöglichen es dem DFB, ab der Saison 2019/20 noch höhere Pokalprämien an die teilnehmenden Vereine zu zahlen. In dieser Saison verteilt der Verband rund 65 Millionen Euro an Medien- und Marketingerlösen. Der Gewinner des DFB-Pokals erhält aktuell 4,54 Millionen Euro aus diesem Top, der Endspiel-Verlierer 3,26 Millionen. Für die Teilnahme an der ersten Runde zahlte der DFB in dieser Saison 159.000 Euro an die Profi- und 115.000 Euro an die Amateurclubs.

"Es ist uns mit diesen Vertragsabschlüssen gelungen, erneut eine signifikante Steigerung der Gesamtlizenzsumme zu generieren", sagte der DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius. "Diese soll letztlich auch durch die Antrittsgelder im DFB-Pokal an die Profivereine und die Amateurclubs zurückfließen. Über die genaue Verteilung wird das DFB-Präsidium voraussichtlich im ersten Halbjahr 2019 entscheiden."© dpa