Eine untypische erste Pokalrunde: Die großen Überraschungen blieben in der ersten Runde des DFB-Pokals aus, die Favoriten sind alle weiter. Dafür macht BVB-Ersatzkeeper Roman Weidenfeller mit einer sportlichen Geste von sich reden.

Bitter! In seinem letzten WM-Rennen streikt beim Sprint-Superstar der Körper.


Nach 68 Minuten ging am Samstagnachmittag nichts mehr für Torwart Dennis Klose. Der bis dahin stark haltende Schlussmann von Verbandsligist 1. FC Rielasingen-Arlen sank mit einem Krampf im Erstrundenspiel des DFB-Pokals gegen Borussia Dortmund zu Boden.

Schiedsrichter Christian Dietz half beim Dehnen - und BVB-Ersatztorwart Roman Weidenfeller schickte sogar ein Magnesiumgel auf die Reise.

"Das habe ich im Spiel gar nicht so mitbekommen. Sehr nett von ihm, da bedanke ich mich bei Herrn Weidenfeller", sagte Klose nach dem 0:4 gegen den Titelverteidiger.

"Ich habe mein Tape um den Stutzen zu eng geklebt. Vor so einem Spiel und voller Adrenalin ist das denke ich verständlich", erklärte er sein Problem.

Roman Weidenfeller wird gefeiert

Weidenfeller bekam für die Aktion lauten Applaus der 24.000 Zuschauer im ausverkauften Freiburger Schwarzwald-Stadion.

Noch mehr Lärm machten die Fans nur bei den zahlreichen starken Szenen von Klose, der über das Ergebnis sehr glücklich war.

"Wir haben das gut gemacht. Es gab ja sogar Spekulationen, dass wir als Sechstligist zweistellig auf die Fresse kriegen. Dem war dann doch nicht so", bilanzierte er. "Wir können stolz auf uns sein."

FC Bayern souverän

Viermal flogen sie raus, diesmal klappte es: Werder Bremen in 2. Pokalrunde.


Außerdem siegte Meister FC Bayern am Samstag in der ersten Runde beim Drittligisten Chemnitzer FC 5:0 (1:0).

Neben den beiden Top-Clubs Bayern und BVB zogen fünf weitere Bundesligisten in die nächste Runde ein: Der 1. FC Köln siegte beim Fünftligisten Leher TS in Bremerhaven 5:0 (2:0), der SC Freiburg setzte sich beim Regionalligisten Germania Halberstadt mit 2:1 (2:0) durch und der FSV Mainz 05 gewann beim Lüneburger SK 3:1 (2:1).

Cupfinalist Eintracht Frankfurt löste trotz fast 70-minütiger Unterzahl beim 3:0 (1:0) gegen den Viertligisten TuS Erndtebrück in Siegen das Ticket für die zweite Runde.

1899 Hoffenheim kam beim Drittligisten Rot-Weiß Erfurt zu einem 1:0 (0:0) und absolvierte damit eine erfolgreiche Generalprobe für das Playoff-Hinspiel gegen den FC Liverpool um die Champions-League-Teilnahme.

Werder Bremen setzte sich am Abend nach zahlreichen Erstrunden-Pleiten in den vergangenen Jahren diesmal klar durch. Die Hanseaten siegten in Offenbach gegen die Würzburger Kickers mit 3:0 (0:0).

Favoriten kommen weiter

Am Freitag hatten bereits Borussia Mönchengladbach und Bayer Leverkusen als erste Bundesligisten - wenn auch mit Problemen - das Weiterkommen geschafft.

Die Favoriten setzten sich auch in den weiteren Duellen durch. Zweitligist 1. FC Kaiserslautern erreichte durch das 4:0 (2:0) beim SV Eichede ebenfalls die zweite Runde wie auch Ligarivale 1. FC Heidenheim, der bei Drittliga-Aufsteiger SpVgg Unterhaching 4:0 (1:0) gewann.

In einem reinen Zweitliga-Duell behielt Jahn Regensburg mit 3:1 (1:1) gegen den SV Darmstadt 98 die Oberhand. Diesem Trio folgte Fortuna Düsseldorf durch ein 3:1 (1:1, 0:0) nach Verlängerung bei Zweitliga-Konkurrent Arminia Bielefeld.

Am Freitag hatten sich auch die Zweitligisten Dynamo Dresden und Holstein Kiel für die nächste Runde am 24./25. Oktober qualifiziert.

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Favoriten lösen Pflichtaufgabe - Bayern siegt 5:0, BVB 4:0


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