Tim Schreiber war einer der prägenden Protagonisten des Saarbrücker Pokal-Märchens, das nun im Halbfinale geendet ist. Dass ausgerechnet ihm der mitentscheidende Patzer unterläuft, nimmt den Torhüter sichtlich mit.

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Torwart Tim Schreiber konnte sich nach dem Aus im DFB-Pokal seinen mitentscheidenden Patzer nicht erklären.

In der 53. Minute rutschte dem 21-Jährigen im Halbfinale des DFB-Pokals ein harmloser Kopfball von Marlon Ritter durch die Beine. Es war die Führung für den 1. FC Kaiserslautern, der sich am Ende mit 2:0 beim 1. FC Saarbrücken durchsetzte und ins Finale des DFB-Pokals einzog.

"Das sind solche Bälle, von denen hältst du im Training zehn von zehn. Du hältst alle", sagte Schreiber der ARD. "Das kann man sich im Nachhinein nicht erklären. Man will für den einen Moment dann kurz nur in den Boden versinken, aber du musst dann weitermachen." In der 75. Minute überwand auch noch Almamy Touré den Saarbrücker Schlussmann.

Schreiber: "Es tut mir extrem für die Mannschaft leid"

"Es tut mir halt extrem für die Mannschaft leid. Die Jungs haben so krass gekämpft, auch noch nach dem 0:1", sagte Schreiber. Der Fußball-Drittligist hatte dem Torwart auf seinem wundersamen Weg durch den DFB-Pokal mit Siegen gegen Bayern München, Eintracht Frankfurt und Borussia Mönchengladbach viel zu verdanken gehabt.

"Es war ein Märchen", sagte Schreiber, der bis zum Ende dieser Saison von Bundesligist RB Leipzig an Saarbrücken ausgeliehen ist, zu den sensationellen Pokal-Auftritten zuvor. FCK-Trainer Friedhelm Funkel äußerte Mitgefühl mit dem gegnerischen Torwart. "Es war natürlich Glück, dass ihm der Ball durchrutscht. Das sind die Geschichten, die der Fußball schreibt, nachdem er zuvor im Pokal so gut gehalten hat", sagte Funkel. (dpa/ska)

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