Kanzlerin Angela Merkel (CDU) kommt nicht zum EM-Viertelfinale Deutschland gegen Italien nach Bordeaux. Dennoch wird sie der Nationalmannschaft natürlich die Daumen drücken. Der genaue Grund für die Absage ist bislang nicht bekannt.

Angela Merkel (CDU) hofft auf einen Sieg der deutschen Nationalelf im EM-Viertelfinale gegen Italien - aus der Ferne. Zum Spiel (Samstag, 21:00 Uhr in der ARD und bei uns im Live-Ticker) nach Bordeaux reisen wird sie nicht, wie Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag in Berlin sagte.

Wie Millionen andere Deutsche drücke die Kanzlerin der Mannschaft die Daumen, "dass sie das gute Spiel, das sie jetzt zuletzt gezeigt hat, in Bordeaux auch wieder zeigen kann und den entsprechenden Erfolg dafür erntet". Ins Stadion kommen will aber der auch für Sport zuständige Innenminister Thomas de Maizière (CDU).

Auf die Frage, ob Merkel womöglich zum Halbfinale oder zum Finale nach Frankreich reisen werde, sagte Seibert: "In einem Turnier mit K.o.-Modus sollte man einfach mal immer nur bis zum nächstem Spiel gucken." Zunächst würden die Daumen gedrückt, "und dann kann das auch gut gehen, und dann sehen wir weiter."

Merkel hatte vor allem wegen des Brexit zuletzt einen ziemlich vollen Terminkalender und deswegen keine Zeit nach Frankreich zu reisen. Warum sie auch am Samstag nicht nach Frankreich reisen kann, erklärte Seibert nicht.

Bisher war die Kanzlerin bei jedem Turnier während der Löw-Ära mindestens einmal im Stadion. Nur einmal hat das DFB-Team unter den Augen der Kanzlerin verloren: Bei der EM 2008 im Finale (0:1 gegen Spanien).

Bei der WM 2014 war sie gleich zweimal dabei. Erst sah sie den Auftaktsieg der DFB-Elf gegen Portugal (4:0) und später auch das Finale gegen Argentinien (1:0). (cai/dpa)