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EM 2016: DFB-Team

EM 2016: Deutschland gegen Slowakei - Die Spieler in der Einzelkritik

Draxler drückt, Boateng ballert, Gomez ganz groß - die Einzelkritik.

Manuel Neuer: Die Null stand auch im vierten EM-Spiel. Überragende Abwehr beim Kopfball von Kucka (41.). Deutschlands Nummer 1 ist eine Bank - auch wenn er kaum etwas zu tun hat.
Joshua Kimmich: Der Bayern-Youngster brachte wieder seine Offensivkraft ein. Auch defensiv stark, wenn auch wenig gefordert. Gegenspieler Weiss wurde ausgewechselt (45.). Danach kam Superstar Marek Hamsik über seine Seite. Hatte aber auch kaum eine Chance.
Jerome Boateng: Die rechte Wade hielt - und wie. Wahnsinniger Treffer beim ersten Tor im 63. Länderspiel. Musste sich hinten nicht verausgaben und spielte nach vorne seine gewohnt starken Diagonalbälle. Einer der Besten.
Mats Hummels: Der Souveräne. Gutes Stellungsspiel, zweikampfstark, immer im Bilde. Dazu an Draxlers 3:0 beteiligt. Ärgerliche Gelbe Karte, als er im Zweikampf mit Sestak klar den Ball spielte (67.).
Jonas Hector: Ein unkonzentrierter Rückpass auf Neuer (38.). Ansonsten deutlich verbessert. Bearbeitete die linke Seite diesmal auch offensiv.
Sami Khedira: Ließ Slowaken-Star Hamsik kaum zur Geltung kommen. Eroberte verlorene Bälle schnell zurück. Hatte auch eine Kopfballchance (7.). Musste runter für Bastian Schweinsteiger - nicht wegen seiner Leistung, sondern wegen der Vorbelastung durch eine Gelbe Karte.
Toni Kroos: Umsichtiger Ballverteiler im Mittelfeld, dazu mit guten Standards. Defensiv wieder manchmal zu passiv. Starker Schuss (90.). Weniger zu sehen als zuletzt, aber auch weniger gefordert.
Julian Draxler: Kam für Götze - und nutzte die neue Chance als bester Mann auf dem Platz. Agil, mit Zug zum Tor. Tolles Solo und anschließende Vorbereitung zum Gomez-Tor. Belohnte sich später selbst mit seinem zweiten Länderspieltreffer. Eindrucksvolle Empfehlung für das Viertelfinale.
Mesut Özil: Irgendwie richtig stark. Doch irgendwie auch unglücklich: Erster Elfmeterfehlschuss in der DFB-Elf überhaupt, dazu eine vergebene Großchance (24.). Baute aber nicht ab - auch deswegen besser als in der Vorrunde.
Thomas Müller: Eine gewohnt starke Leistung. Unermüdlich, überall, ständig in Bewegung. Trotzdem fehlt eines weiterhin: ein Tor.
Mario Gomez: Ein echter Mittelstürmer. Das zeigte er bei seinem zweiten Turniertor, wo er sich durch den Fünfer wühlte. Schon zuvor bärenstark und in jeden Zweikampf verwickelt, der im Strafraum ablief. Er war es, der vor dem Strafstoß gefoult wurde. Das Gegenteil von Müller: Zwar nicht überall unterwegs, dafür treffsicher: Mit fünf EM-Treffern jetzt Rekordschütze mit Klinsmann.
Benedikt Höwedes: Löste wieder Boateng in der Schlussphase ab. Der Schalker ging sofort energisch zur Sache. Ein wertvoller Diener für das Team.
Lukas Podolski: Beim siebten Turnier ist der "ewige Poldi" nun aktiv dabei. Kam für Draxler (72.). Am Ende sogar noch mit einer Schusschance, aber aus Abseitsposition.
Bastian Schweinsteiger: Der Kapitän kam erneut für Khedira (76.). Dirigierte gleich, machte aber Stockfehler. Ist vorerst weiter nur eine Ergänzung.
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