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EM 2016: DFB-Team

EM 2016: Die DFB-Elf im Check - Wer ist schon in EM-Titel-Form?

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Deutschland steht im Viertelfinale und will Europameister werden. Aber hat das Team die Klasse dafür? Wir haben die DFB-Spieler einem Leistungscheck unterzogen.

Manuel Neuer: Bei der EM bislang selten in Aktion. Wenn dann aber doch mal etwas passiert, wie beim Kopfball des Slowaken Juraj Kucka, dann ist Neuer da und hält Bälle, die vermutlich nur er halten kann. Neuer ist in Topform - und könnte auf dem Weg zum EM-Titel noch so richtig wichtig werden! Prädikat: Europameister!
Joshua Kimmich: Wie das so ist mit Jungspunden, die reingeworfen werden und ihre Sache sehr ordentlich machen - sie werden überschüttet mit Lob. Nach dem Spiel gegen Nordirland sahen einige Beobachter in ihm schon den neuen Philipp Lahm, und das, obwohl Joshua Kimmich auf der Außenverteidigerposition bisher fast nie gespielt hat. Gegen die Slowakei fiel er dann auch nicht mehr so positiv auf, obgleich er seine Sache erneut ordentlich machte. So oder so ist Kimmich die Entdeckung der EM. Prädikat: Auf dem Weg zum Europameister!
Jerome Boateng: Wie sein Vereinskollege Neuer ist Jerome Boateng wohl der weltweit beste Spieler auf seiner Position. Dieser Eindruck manifestiert sich zunehmend nach den bisherigen EM-Spielen. Boateng ist der perfekte Verteidiger, er gewinnt nahezu alle seine Zweikämpfe, spielt geniale Diagonalpässe und im Spiel gegen die Slowakei erzielte er auch noch ein wunderschönes Tor. Das Einzige, was Sorge bereitet, ist seine Wade. Wenn die hält, könnte er uns zum Europameister machen!
Mats Hummels: Wegen der Probleme an Boatengs Wade ist es umso beruhigender, dass er noch da ist. Den Verteidiger plagten zum Start des Turniers ebenfalls Verletzungsprobleme. Nach den drei Spielen lässt sich sagen: Hummels ist nah an seiner Topform. Der Neu-Bayer hat nach ein paar kleinen Wacklern gegen Polen seine Sicherheit wiedergefunden. Hummels steht immer richtig, seine Spieleröffnung ist einzigartig. Auch er hat das Prädikat Europameister verdient.
Jonas Hector: Fällt im Vergleich zu seinen Abwehrkollegen etwas ab. Dabei spielt er grundsolide und schaltet sich immer wieder mutig ins Angriffsspiel ein. Doch der entscheidende Antritt oder die entscheidende Flanke kamen bisher noch nicht von ihm. Hier ist noch Luft nach oben auf dem Weg zum EM-Titel, vor allem weil es keine Alternative auf der Bank zu Hector gibt.
Toni Kroos: War in den Gruppenspielen der wichtigste Akteur im Mittelfeld. Kein Antreiber, aber die ordnende Hand im deutschen Aufbauspiel. Gegen die Slowakei allerdings konnte Toni Kroos nicht an seine zuvor gezeigten Leistungen anknüpfen. Sogar Fehlpässe unterliefen ihm. Dass er da ist, wenn es drauf ankommt, zeigt seine Titelsammlung. Wir finden: Europameisterlich!
Sami Khedira: Wird laut dem Bundestrainer immer besser. Richtig zu erkennen war das für den gemeinen Zuschauer aber erst gegen die Slowakei. Räumte vom eigenen Strafraum bis zur gegnerischen Box alles ab. Wenn er so weiter spielt, dürften die Fragen nach Bastian Schweinsteiger bald weniger werden. Dennoch kann auch Khedira sich noch steigern.
Mesut Özil: Joachim Löw hat einen Narren an ihm gefressen, weil er wohl der fußballerisch begabteste Spieler in der deutschen Mannschaft ist. Özil enttäuscht das Vertrauen zwar nicht, aber er zahlt es auch nicht ausreichend zurück. Wie schon in der Gruppenphase spielte er gegen die Slowakei viele gescheite Pässe. Doch die geniale Aktion oder einfach nur ein Tor mochte ihm nicht gelingen. Dabei hatte er den Ball schon auf dem Elfmeterpunkt liegen. Özil muss sich bis zum EM-Titel noch deutlich steigern.
Thomas Müller: Hängt sich rein, ackert und erläuft sich in den letzten Spielen auch wieder Torchancen. Nur das mit dem Treffen will nicht klappen. Weil es ihm bei einer EM noch nie gelang, ist schon von einem EM-Fluch die Rede. Will Deutschland die Europameisterschaft gewinnen, muss der 26-Jährige seinen Fluch los werden. Und zwar am besten schon im Viertelfinale.
Julian Draxler: Da man es auch schon mit dem glücklosen Götze und Edeljoker Schürrle probiert hatte, war die Frage: Wen bringt Löw gegen die Slowakei auf links? Vielleicht sogar Leroy Sané? Nein, Löw versuchte es wie in den ersten Spielen wieder mit Julian Draxler und der Wolfsburger war der beste Mann auf dem Platz, bereitete einen Treffer vor und schoss ein wunderschönes Tor. Draxler paart Dynamik und Technik. Wenn er diese Fähigkeit auf den Platz bringt, ist er nur schwer zu stoppen. In dieser Form definitiv Europameisterwürdig!
Mario Gomez: Mittelstürmern seiner Art wurde ja schon das Ende vorausgesagt. Zu behäbig, technisch zu schwach, kein Spielverständnis. Alles Quatsch. Die Gattung des klassischen Stürmers stirbt nicht aus, Gomez ist der Gegenbeweis! Das Angriffsspiel der Deutschen ist gefährlich, seitdem Löw Gomez statt Götze das Vertrauen ganz vorne geschenkt hat. Mit seiner Wucht und seinem Instinkt ist der Angreifer unverzichtbar für die deutsche Mannschaft auf dem Weg zum EM-Titel.
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