EM 2016: Einzelkritik Deutschland gegen Nordirland - Joshua Kimmich ragt bei DFB-Sieg heraus

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Deutschland gewinnt gegen Nordirland und zieht als Gruppensieger ins Achtelfinale ein. Joshua Kimmich zeigt eine überragende Leistung, Mario Götze und Thomas Müller vergeben beste Chancen. Die DFB-Elf in der Einzelkritik.

Manuel Neuer: Einen Schuss von Ward parierte er sicher (26.). Ansonsten fast nur Zuschauer des deutschen Angriffsspiels. Seine Null steht weiter.
Boateng: Leitete aus der Abwehr Großchancen von Müller (7.) und Özil (11.) ein. Ließ aber Davis einmal unkonzentriert passieren (57.). Musste angeschlagen ausgewechselt werden.
Mats Hummels: Klärte gut gegen Washington (8.). Sehr gutes Stellungsspiel, sicher in der Spieleröffnung. Ein Ruhepol im deutschen Abwehrzentrum.
Jonas Hector: Seine Defensivaufgabe löste der Kölner. Offensiv nicht so stark wie auf der rechten Seite Kimmich.
Sami Khedira: Die Fehlerquote war zu hoch. Leistete sich Ballverluste in der eigenen Hälfte. Aber auch einige gute öffnende Pässe nach vorne.
Toni Kroos: Spielmacher aus der Tiefe. Gewohnt ballsicher. Musste defensiv wenig erledigen. Ein unspektakulärer Auftritt des Verbindungsmannes.
Thomas Müller: Arbeitete sich ins Turnier. An vielen gefährlichen Aktionen beteiligt. Legte Gomez das 1:0 auf. Vier Großchancen, zweimal im Pech mit Pfosten-Kopfball (27.) und Lattenschuss (34.). Ein Aktivposten.
Mesut Özil: Der Spielmacher drehte erstmals auf. Legte Müller top auf (7.), leitete das Gomez-Tor ein. Großer Aktionsradius. Überall unterwegs. Deutlich verbessert im Vergleich zu den ersten beiden Spielen.
Mario Götze: Agierte diesmal links. Einige schlampige Ballverluste - und nicht effektiv: Scheiterte zweimal an Torwart McGovern, zielte einmal vorbei.
Mario Gomez: Erstmals in der Startelf - und gleich ein Tor im Zusammenspiel mit Müller. Brachte Wucht in den Strafraum, legte Müller mit der Brust auf (23.), köpfte gefährlich (82.). Zeigte seine Qualitäten und dürfte auch im Achtelfinale in der Startelf stehen.
André Schürrle: Kam für Götze in der 55. Minute. Auch im dritten Turnierspiel noch nicht mit der großen Joker-Aktion. So drängt er sich nicht für mehr Einsatzminuten auf.
Bastian Schweinsteiger: Wertvolle 23 Turnierminuten für den Kapitän. Warf sich in die Zweikämpfe, dirigierte, brachte seine Ballsicherheit ein.
Benedikt Höwedes: Der Schalker kam für den angeschlagenen Jerome Boateng ins Abwehrzentrum. Bleibt eine wichtige Defensivkraft fürs Turnier - Kimmich dürfte ihm aber den Rang als Rechtsverteidiger abgelaufen haben.
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