Nicht nur die deutsche Mannschaft wird bei der Fußball-EM von Spiel zu Spiel besser. Auch die TV-Quoten klettern immer weiter in die Höhe, die nächste Traummarke ist in Sicht.

Weltmeister Deutschland ist dem EM-Finale eine Stufe näher gerückt, und auch die Begeisterung der Fernsehzuschauer ist nochmals ein Stück gestiegen. 28,11 Millionen Fußballfans verfolgten am frühen Sonntagabend den beeindruckenden 3:0-Sieg der DFB-Auswahl gegen die Slowakei und den Einzug in das Viertelfinale.

Im wahrsten Sinne des Wortes: DFB-Team drohen heikle Gelb-Sperren.

Die Live-Übertragung aus Lille bescherte dem ZDF einen TV-Jahresrekord und einen sehr hohen Marktanteil von 81,2 Prozent - ebenfalls Top-Wert für 2016.

Wie lange die Bestmarke bestehen bleibt, ist allerdings fraglich - der bisherige Quoten-Rekord dieser EM von 27,34 Millionen beim 0:0 zwischen Deutschland und Polen hielt nur zehn Tage.

Die Traummarke von 30 Millionen Zuschauern rückt immer näher und könnte bereits am Samstag im Viertelfinale erreicht oder sogar übertroffen werden.

Die Anstoßzeit 21 Uhr spricht für einen Spitzenwert, in dem noch nicht einmal die zahlreichen Fans mitgezählt werden, die die EM-Spiele beim Public Viewing in Kneipen oder auf öffentlichen Plätzen anschauen.

Nach der 3:0-Gala gegen die Slowakei - das schreiben die Zeitungen.

Bemerkenswert ist der hohe Marktanteil von mehr als 80 Prozent beim Achtelfinalspiel gegen die Slowakei. Er bedeutet, dass vier von fünf Zuschauern, die um 18 Uhr vor dem Bildschirm saßen, sich für die Fußball-Übertragung entschieden hatten.

Auch die anderen Sonntag-Spiele Frankreich - Irland (9,48 Millionen) und Ungarn - Belgien (11,31 Millionen) erzielten hohe Quoten.

Am besten hielt noch der ARD-"Tatort" aus Wien mit 5,25 Millionen Zuschauern (15,8 Prozent) dagegen. Der starke Auftritt der Belgier, die parallel spielten, schaffte es deshalb lediglich auf 36,5 Prozent Marktanteil, war aber immer noch Sieger zur Hauptsendezeit.© dpa