Das Gigantenduell steht an: Für Joachim Löw treffen bei der Viertelfinalpartie Deutschland gegen Italien "die beiden besten Mannschaften des Turniers" aufeinander. Sein Gegenüber Antonio Conte erschaudert beim Gedanken an das nächste Spiel.

Joachim Löw erwartet im EM-Viertelfinale in Frankreich "ein heiß umkämpftes, interessantes, intensives Spiel" gegen Angstgegner Italien. "Ich glaube, dass die beiden bislang besten Mannschaften des Turniers jetzt gegeneinander spielen", erklärte Löw nach dem 2:0-Sieg der Italiener im Achtelfinale gegen Titelverteidiger Spanien.

Löw: "Imponierende wie Italien spielt"

Die DFB-Elf ist gewarnt - doch auch Italien hat Respekt vor Deutschland.

"Italien versteht schon, die Räume eng zu machen, ist zweikampfstark. Das ist schon imponierend, wie Italien spielt", sagte der Cheftrainer der deutschen Fußball-Nationalmannschaft am Montagabend im DFB-Basisquartier in Évian-les-Bains.

"Deutschland hat immer verloren bei den Turnieren gegen Italien. Jetzt haben wir die Chance, das mal umzudrehen", führte Löw einen weiteren besonderen Reiz des Aufeinandertreffens an. Vor vier Jahren bei der EM in Polen und in der Ukraine war die DFB-Elf ebenso im Halbfinale gegen die "Squadra Azzurra" gescheitert wie beim deutschen WM-Sommermärchen 2006.

Conte erschaudert vor Deutschland

Löws Gegenüber Antonio Conte sagte direkt im Anschluss an den Sieg gegen Spanien: "Deutschland gegen Italien - davor erschaudert man", sagte der Coach. Gegen den Weltmeister, so Conte weiter, werde es äußerst schwierig: "Wahrscheinlich noch härter als gegen Spanien."

Später ergänzte er in der Pressekonferenz: "Wir haben im März 1:4 in Deutschland verloren, das haben wir nicht vergessen", so Conte. "Wir spielen gegen die beste Mannschaft dieses Wettbewerbs und werden ein enormes Spiel zeigen. Wir wissen, wenn die Dinge schwierig werden, können wir antworten. Ab morgen denken wir an Deutschland. Die beste Mannschaft, besser als wir. Ich habe kein Problem, das zu sagen."

Am Samstag (21:00 Uhr) treffen beide Weltmeister-Nationen in Bordeaux im Kampf um den Einzug ins EM-Halbfinale aufeinander. (cai/dpa)