Die EM 2016 in Frankreich wird wohl zur "Zwei-Klassen-Euro". Denn während die altbekannten Top-Nationen einen Finalgegner untereinander ausspielen, ballen sich auf der anderen Seite des Turnierbaums die Außenseiter. Besonders bitter: Hätte Deutschland gegen Nordirland remis gespielt, wäre man gleich mehreren Top-Favoriten erstmal aus dem Weg gegangen.

Seinen Achtelfinalgegner kennt Deutschland noch nicht. Es wird entweder die Slowakei oder Albanien. Der weitere Turnierweg würde für das DFB-Team bei der EM 2016 in Frankreich allerdings mindestens einen Klassiker bescheren.

Durch die 1:2-Niederlage der Spanier am Dienstagabend gegen Kroatien ist klar: Gewinnt die DFB-Elf ihr Achtelfinale, wartet im Viertelfinale der Sieger der Partie zwischen Spanien und Italien.

Im Halbfinale käme es dann zu einem Duell mit Frankreich oder England, sollten diese beiden Hochkaräter ihre Achtelfinal-Spiele gewinnen.

Auf der anderen Seite des Turnierbaums geht es hingegen etwas ruhiger zu. Kroatien, Polen, Wales, die Schweiz, dazu noch zwei Gruppendritte - diese Konkurrenz klingt nach einem einfacheren Weg zum Endspiel in Paris am 10. Juli.

Das Kuriose an der Sache: Hätte Deutschland im Spiel gegen Nordirland unentschieden gespielt, wäre man auf der vermeintlich leichteren Seite der K.o.-Phase gelandet und hätte nach einem Achtelfinale gegen die Schweiz Gegner wie Kroatien, Wales oder sogar Gruppendritte vor sich gehabt.

Aber wie immer gilt die alte Devise: Wer Europameister werden will, muss jeden Gegner schlagen können. Und spannend sind die Klassiker allemal.

Mit Material der dpa