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EM 2016: DFB-Team

Die "Wasserschlachten" der DFB-Elf

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Mit 1:3 hat die deutsche Nationalmannschaft am Sonntag das Testspiel gegen die Slowakei verloren. In der zweiten Halbzeit erinnerte die Partie allerdings eher an ein Wasserball-Match als an ein Fußballspiel. Es war nicht das erste Mal, dass das DFB-Team eine "Wasserschlacht" absolvieren musste.

In der ersten Halbzeit herrschen beim Test-Länderspiel der DFB-Elf gegen die Slowakei noch reguläre Bedingungen, doch pünktlich zur Halbzeitpause zieht ein Unwetter auf. Starkregen und Hagel prasseln auf den Fußballplatz.
Auf dem Feld gleicht das Match mehr und mehr einer Rutschpartie. Auch Mario Götze - Vorbereiter des 1:0 - kommt mit den widrigen Bedingungen kaum zurecht.
Auch Youngster und Länderspiel-Debütant Joshua Kimmich hat Probleme mit dem Untergrund. Bei einem kleinen Solo des Bayern-Profis auf Höhe der Mittellinie bleibt der Ball einfach liegen.
Insbesondere zu Beginn der zweiten Halbzeit sind die Bedingungen fast schon irregulär. Die Halbzeitpause dauert ganze 39 Minuten. Maximal 45 Minuten lang hätte die ausgeweitete Halbzeit-Unterbrechung sein dürfen, danach hätte Schiedsrichter Serge Gumienny aus Belgien das Spiel abbrechen müssen.
Am Ende kommt die Slowakei mit den schwierigen Platzverhältnissen besser zurecht und schlägt die DFB-Elf, die sich in Halbzeit zwei kaum zwingende Torchancen erarbeitet, mit 3:1.
Die legendärste aller von der DFB-Elf ausgetragenen "Wasserschlachten" findet am 3. Juli 1974 in Frankfurt statt. Deutschland trifft bei der WM im eigenen Land im letzten und entscheidenden Zwischenrundenspiel auf Polen. Mit Wasserwalzen versuchen Helfer den Platz bespielbar zu machen.
Auch Feuerwehrleute sind im Einsatz. Ein Wolkenbruch setzte den Rasen des Frankfurter Waldstadions unter Wasser. Mit 30-minütiger Verspätung wird die Partie angepfiffen.
Doch regulär sind die Bedingungen kaum. Immer wieder bleibt der Ball in den zahlreichen Pfützen liegen. Insbesondere für die spielstarken Polen, die mit einem Sieg ins Finale eingezogen wären, sind diese Verhältnisse ein Nachteil.
40 Jahre später gibt es erneut eine "Wasserschlacht" mit DFB-Beteiligung. Deutschland trifft am 26. Juni 2014 im dritten WM-Vorrundenspiel auf die USA.
Schauplatz ist die Arena Pernambuco in Recife. Im Dauerregen hat das DFB-Team gegen die US-Amerikaner lange Zeit Probleme.
Thomas Müller erlöst die DFB-Elf mit seinem Tor in der 55. Minute. Deutschland gewinnt die Partie mit 1:0 und zieht gemeinsam mit Gegner USA ins Achtelfinale ein.
Nicht nur die Spieler werden nass. Auch Trainer Joachim Löw wird Opfer der massiven Regenfälle in Recife.
Doch glücklicherweise hat Löw immer die passende Ausstattung dabei. Die Nagelfeile wird der DFB-Coach - nur für den Fall der Fälle - gewiss auch griffbereit gehabt haben.
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