Mit unserem Sprach-Guide zur EM 2016 in Frankreich sind Sie bestens vorbereitet für das große Fußball-Fest. Damit Sie auch wissen, wer ein "Arbitre" ist, der aufgrund von "Fautes" und "Hors-jeus" immer wieder "Coup francs" an die "Équipes" verteilt.

Nur noch ein paar Mal schlafen, dann steht endlich wieder Fußball im Mittelpunkt. Die Europameisterschaft in Frankreich rückt näher, eine Eintrittskarte für eine der 51 Begegnungen liegt sicher im Nachtschränkchen, ein Zugticket ist reserviert. Doch Moment.

Was heißt eigentlich Tor auf Französisch? Und wie bestellt man ein Bier im Stadion - oder gibt es da nur Rotwein? Wie stimmt man in die Fangesänge mit ein? Und wie unterhalte ich mich auf der Party danach?

Spielplan zur EM 2016 zum Ausdrucken

Vor dem Fußballvergnügen sollte man deshalb noch ein paar französische Vokabeln pauken, um auch die letzten sprachlichen Barrieren aus dem Weg zu räumen. Für das perfekte EM-Erlebnis haben wir eine kleine Sammlung der wichtigsten Sätze zusammengetragen. On y va! Legen wir los!

"Allez les Bleus" schallt es aus den Fankurven

Wer das Glück hat, gleich beim Eröffnungsspiel am 10. Juni im Stade de France in Paris mit Gastgeber Frankreich gegen Rumänien dabei zu sein, sollte vor allem den Spruch "Allez les Bleus!" beherrschen. "Auf geht‘s Blaue!" ist der Anfeuerungsruf für die traditionell in blauen Trikots, weißen Hosen und roten Stützen spielenden Franzosen.

Die EM 2016 wird in insgesamt zehn Stadien ausgetragen. Der nördlichste Spielort ist Lille, der südlichste Marseille. Wir haben die wichtigsten Informationen zu den Spielstätten in einer Grafik zusammengestellt.

Da blau, weiß und rot auch die Farben der französischen Nationalflagge sind und diese "Tricolore" (dreifarbig) genannt wird, wird das Team auch als "Equipe Tricolore", die dreifarbige Mannschaft, bezeichnet.

Lange wird es die Franzosen sicher nicht auf ihren Sitzen halten, schließlich ist "Qui ne saute n’est pas français” – Wer nicht hüpft, ist kein Franzose – einer ihrer Lieblings-Fangesänge, der in jedem französischen Stadion zu hören ist und auch bei der Europameisterschaft nicht fehlen darf.

Da bleibt auch für die Gäste nur eins: Aufstehen und mitmachen. Zumindest, wenn nicht gerade die eigene Mannschaft auf dem Platz steht. Dann hält man natürlich zu dieser und ruft "Schlaaand!"

Wie heißen Fußball-Begriffe wie Tor, Abseits oder Schiedsrichter?

Fällt das erste Tor, ist das noch vergleichsweise einfach zu verstehen, denn es heißt ganz einfach "but". Gerät der "attaquant" (Stürmer) versehentlich ins "hors-jeu" (Abseits), ist das gute Auge des "arbitre" (Schiedsrichter) gefragt.

Fitness, Muskeln, Ernährung: Sexy Muckis sind nicht alles.

Und kommt es zu einem "faute" (Foulspiel), darf die benachteiligte Mannschaft auf einen "coup-franc" (Freistoß) hoffen. Spannend wird’s in den Finalspielen bei einer "prolongation", denn dann steht eine Spielverlängerung auf dem Programm. Und vielleicht sogar ein "tirs au but". Na? Was heißt das wohl? Richtig: Elfmeterschießen. Très bien! Sehr gut!

Sollte es während der Spiele unerwartet langweilig werden, kann man einfach deutsche Redewendungen und Fußballsprüche ins Französische übertragen. Vielleicht passt der Schiri ja mal nicht richtig auf und braucht ein bisschen Hilfe oder Motivation frei nach dem Motto: "La ficelle est un peu grosse!" was so viel heißt wie "Das sieht doch ein Blinder mit Krückstock!"

"Arbitre, il a jaune déjà!"

Sehr beliebt ist im deutschen Amateurfußball ja auch der Hinweis: "Der hat schon Gelb!" Im Pariser oder Marseiller Stadion könnte man es ja mal mit "Il a jaune déjà!" probieren.

Wie verhält man sich eigentlich während der Pause und nach den Spielen? Am besten so wie immer: Man geht an die Theke und bestellt höflich etwas zu trinken. Zum Beispiel ein Bier. Mit den Worten: "Je voudrais une bière" bekommt man mit Sicherheit das, was man sich wünscht.

Und wer verzweifelt die Toilette sucht, probiert es am besten mit "Où sont les toilettes?" Ach ja: "S'il vous plaît" (Bitte) und "Merci" (Danke) sollte man auch nicht vergessen. Und wenn’s mal nicht so klappt mit der Grammatik, ist das auch nicht so schlimm, schließlich hat man auch noch Hände und Füße, um sich zu verständigen.

So sollte einem fröhlichen EM-Vergnügen mit vielen Toren und einem guten Miteinander nichts mehr im Wege stehen. Apropos: "Rien ne va plus" ist ein Spruch aus dem Glückspiel und gilt nicht für den Fußball. Da ist nämlich bis zur letzten Spielsekunde alles möglich. Na dann: "Amusez-vous bien" - Viel Spaß!

Der deutsche EM-Kader 2016 in der Übersicht

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