Die schwere Verletzung von Abwehrspieler Antonio Rüdiger ist die erste Hiobsbotschaft für Bundestrainer Joachim Löw mit Blick auf die EM 2016 in Frankreich. Jonathan Tah von Bayer Leverkusen wurde nachnominiert. Für Kevin Großkreutz Grund genug, sich auf Twitter einen humorvollen Seitenhieb zu erlauben.

Der ehemalige Publikumsliebling von Borussia Dortmund war 2014 mit Deutschland in Brasilien Weltmeister geworden. Allerdings ohne eigenes sportliches Zutun, in gewisser Weise als "WM-Tourist" - Kevin Großkreutz war keine einzige Minute zum Einsatz gekommen.

Eigentlich Großkreutz für Rüdiger

Nachdem sich nun Antonio Rüdiger einen Kreuzbandriss bei einer Trainingseinheit in Evian am Genfer See zugezogen hatte, war Joachim Löw gezwungen, noch vor Beginn der EM 2016 an diesem Freitag einen Spieler nachzunominieren.

Als Ersatz für den Innenverteidiger vom italienischen Erstligisten AS Rom rückte Jonathan Tah von Bayer Leverkusen nach. Nachdem Kevin Großkreutz abgesagt hatte - verrät Kevin Großkreutz.

Auf Twitter verkündet er seinen Followern, dass Jogi Löw eigentlich ihn nachnominiert hatte. Großkreutz, der gerade erst mit dem VfB den Abstieg in die Zweitklassigkeit klargemacht hatte, habe aber abgesagt.

Nach seinen null Einsatzminuten bei der WM 2014 müsse das DFB-Team eben "auch mal ohne mich Titel holen". Eine süffisante Frotzelei für die ehemaligen Kollegen im DFB-Team.

Großkreutz mit kleinem Seitenhieb gegen Löw

Großkreutz beweist Humor, nimmt sich selbst auf den Arm und schickt auch einen kleinen, humorvollen Seitenhieb gegen Jogi Löw. Der Bundestrainer hatte Großkreutz aufgrund qualitativer Mängel und Eskapaden abseits des Platzes aus der Nationalmannschaft aussortiert.

Wenn die Social-Media-Abteilung des DFB gut drauf ist, könnte sie ebenso augenzwinkernd antworten: "Hat ja 2014 schon super geklappt." (miwo)