• SC Freiburg kann mit einem klaren 2:0 gegen den FC Nantes die Tabellenspitze in der Gruppe G der Europa League behaupten.
  • Der positiv auf Corona getestete Trainer Christian Streich musste die Partie vor dem Fernseher zuschauen.
  • Die beiden Treffer erzielten Daniel-Kofi Kyereh (48.) und Vincenzo Grifo (72.).

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Auch ohne Trainer Christian Streich geht die Erfolgsserie des SC Freiburg in der Europa League weiter. Der Sport-Club gewann am Donnerstagabend mit 2:0 (0:0) gegen den französischen Pokalsieger FC Nantes, während der erkrankte Coach nicht im Stadion dabei sein konnte. Etwas überschattet wurde der dritte Sieg im dritten Spiel von der verletzungsbedingten Auswechslung von Torjäger Michael Gregoritsch.

Trotz dieses Ausfalls dominierte der Tabellenzweite der Fußball-Bundesliga vor 33.200 Zuschauern die Partie. Kyereh, der vor fünf Tagen sein erstes Pflichtspieltor für die Breisgauer erzielt hatte, knüpfte an die gegen Mainz (2:1) gezeigte Leistung an und traf erneut (48.). Den Endstand erzielte Vincenzo Grifo (73.).

Ihre Chancen aufs Weiterkommen haben die Freiburger mit jetzt neun Punkten in der Gruppe G weiter verbessert. Nantes hat vor dem Wiedersehen in Frankreich am kommenden Donnerstag (18.45 Uhr) drei Zähler auf dem Konto.

Positiv getesteter Streich musste Partie am Fernseher verfolgen

Vor dem heimischen Fernseher sah Streich eine Freiburger Mannschaft, die das Spiel kontrollierte. Allein im ersten Durchgang hatten die Breisgauer fast 60 Prozent Ballbesitz, nur die Durchschlagskraft fehlte zunächst. Die beste Chance hatte Kyereh nach gut einer halben Stunde, seinen abgefälschten Schuss konnte der französische Torhüter aber noch zur Ecke abwehren.

Der am Mittwoch positiv auf Corona getestete Streich wurde an der Seitenlinie von Co-Trainer Patrick Baier vertreten, auch Verbindungstrainer Julian Schuster saß auf der Bank. Die Grundlage der bislang erneut so starken Freiburger Saison wurde auch ohne den Chefcoach deutlich: die Eingespieltheit. Zum fünften Mal nacheinander setzte Freiburg auf exakt die gleiche Startelf.

Gregoritsch wurde verletzungsbedingt ausgewechselt

Allerdings musste Torjäger Gregoritsch schon nach 20 Minuten verletzt runter, für ihn kam Nils Petersen ins Spiel. Auch mit dem Sturm-Routinier bemühten sich die Gastgeber und dominierten das Spiel gegen tief stehende Franzosen. Lange fehlte jedoch der letzte Pass - bis Kyereh zuschlug. Nach einem Fehler der Gäste legte Ritsu Doan quer auf den 26-Jährigen, der aus kurzer Distanz die Führung erzielte. Sein erstes Europa-League-Tor feierte Kyereh mit einem Rückwärtssalto.

Große Mühe hatten die Breisgauer mit dem schwachen Gegner über die gesamte Spielzeit nicht. Der Tabellen-16. der französischen Liga brachte offensiv kaum etwas zustande, und in der Abwehr standen die Gäste alles andere als sicher. So hatte Grifo vor seinem Treffer extrem viel Zeit und Platz, um den Ball ganz in Ruhe in die rechte untere Ecke zu schlenzen. Petersen (79.) hätte fast sogar noch das 3:0 erzielt, erneut wehrte der Torwart ab. (dpa/cgo)