Die deutsche Frauen-Nationalelf gehört zu den erfolgreichsten Nationalmannschaften weltweit. Doch bis dahin war es ein langer Kampf für die Frauen.

Bis 1970 verbot der DFB Spiele der Frauen. Danach gab es Auflagen für den Frauenfußball. Die Teams mussten beispielsweise ohne Stollenschuhe spielen und bis 1993 dauerte ein Spiel nur 80 Minuten.

Bereits vier Jahre zuvor holten die deutschen Frauen ihren ersten Titel. Ein Jahr nach der Europameisterschaft 1989 gründete sich die Frauen-Bundesliga. Bis ins Jahr 1997 spielten insgesamt 20 Mannschaften in einer Nord- und Südstaffel. Seit dem spielen zwölf Teams in einer Bundesliga um die Meisterschaft. Rekordmeister ist der 1. FFC Frankfurt mit sieben Erfolgen (Stand: Juli 2019).

Beim 1. FFC Frankfurt spielte auch einer der bekanntesten deutschen Fußballerinnen: Birgit Prinz. Die Stürmerin ist Rekordnationalspielerin und gewann mit dem DFB-Team fünf Europameister- und zwei Weltmeistertitel.

Frauenfußball: Kurze Hochphase nach dem Ersten Weltkrieg

International hatten die Engländerinnen die besten Voraussetzungen für erfolgreichen Frauenfußball. 1894 gründete sich mit "British Ladies" das erste Frauenteam in Großbritannien.

Im und nach dem Ersten Weltkrieg übernahmen Frauen Tätigkeiten, die sonst überwiegend Männern vorenthalten waren: So auch das Fußballspielen. 1920 spielten in Everton zwei Damenteams vor 53.000 zahlenden Zuschauern. Ein Jahr später verbot der englische Verband FA die Benutzung der Stadien.

Die Frauen mussten anschließend oftmals inoffizielle Begegnungen austragen. In den 1970er Jahren wurden die Verbote in mehreren Ländern Europas gelockert. Die Folge: nationale und internationale Wettbewerbe für Fußballerinnen.

Die erste Frauen-WM wurde 1991 in China ausgetragen. Fünf Jahre später ernannte das IOC Frauenfußball zu einer olympischen Disziplin.

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