Fußballfunktionär Christian Constantin hat am Rande eines Fußballspiels am Donnerstag den Schweizer TV-Experten Rolf Fringer geohrfeigt und mit Tritten attackiert. In einer Pressekonferenz äußerte sich Constantin nun am Folgetag - und zeigte keinerlei Reue.

Tritte und Ohrfeigen: Nach dem Schweizer Super-League-Spiel zwischen dem FC Lugano und dem FC Sion (1:2) verprügelte Christian Constantin den TV-Experten Rolf Fringer - Fernsehkameras fingen die Attacke teilweise ein.

Constantin zeigte nach dem Vorfall keine Reue - und schilderte seine Sicht der Dinge jetzt noch einmal in einer Pressekonferenz.

Christian Constantin: "Kann nicht sagen, dass ich es bereue"

"Ich kann nicht sagen, dass ich das bereue. Ich bedauere höchstens, dass er mich permanent angreift", sagte Constantin in einer Pressekonferenz am Freitagnachmittag.

Sion-Boss verprügelt Rolf Fringer. Nun will er sein Opfer selber anzeigen.

Auf die Frage, warum er auf Fringers Vorwürfe nicht vor laufenden Kameras geantwortet habe, sagte der Sion-Funktionär: "Nie hat mich Teleclub in der Sache Rolf Fringer eingeladen. Wenn der über Sion sprach, dann nur über Constantin. Man hat mir nie das Recht eingeräumt, mich vor den Kameras zu verteidigen."

Constantin hatte sich nach der Attacke selbst als Opfer dargestellt und verteidigte seinen Angriff gegen Fringer weiterhin : "Es ist doch mühsam, das Leute hinter den Mikrophonen irgendetwas erzählen können, ohne je Verantwortung zu übernehmen. Ich habe Verantwortung übernommen. Und es gibt Leute, die das gut finden."

Constantin scheidet aus Olympia-Komitee aus

Die Fußballliga SFL hat den Vorfall "aufs Schärfste" verurteilt. Die Disziplinarkommission werde ermitteln.

Erste Konsequenzen folgten bereits: Constantin muss seinen Posten als Vizepräsident des Olympia Bewerbungskomitees "Sion 2026" räumen. Er habe darum gebeten, teilte Komitee-Präsident Jean Philippe Rochat mit. (rs/dpa)

Constantin verprügelt TV-Experte Fringer an Seitenlinie

Sions Klub-Präsident Christian Constantin schlägt TV-Experte Rolf Fringer vor laufenden Kameras an der Seitenlinie nieder. © YouTube