Philippe Coutinho wechselt für eine Mega-Summe vom FC Liverpool zum FC Barcelona. Er wird damit zum zweitteuersten Spieler nach Neymar.

Trainer Jürgen Klopp verliert beim FC Liverpool nun doch einen seiner wichtigsten Spieler. Der Brasilianer Philippe Coutinho wird trotz eines noch bis 2022 laufenden Vertrags zum FC Barcelona wechseln.

Das bestätigte der FC Liverpool in einer Pressemitteilung.

Wie unter anderem der britische Sender BBC am Samstag berichtete, soll der spanische Tabellenführer sein Angebot für Coutinho erneut nachgebessert haben und nun mehr als 140 Millionen Pfund (160 Millionen Euro) für den Mittelfeldspieler bezahlen.

Der 25-Jährige wurde noch am Wochenende in Spanien erwartet, um die Verhandlungen mit dem FC Barcelona abzuschließen. Dass er nach Liverpools Sieg im Pokalspiel gegen den FC Everton (2:1) nicht mit dem Rest der Mannschaft ins Kurztrainingslager nach Dubai geflogen war, hatten Medien schon vorher als ein Indiz für den bevorstehenden Wechsel gewertet. "Das habe ich nicht kommen sehen", twitterte TV-Moderator und Fußball-Ikone Gary Lineker am Samstagabend ironisch.

Coutinho wollte schon im Sommer weg

Bereits im Sommer hatte Coutinho um seine Freigabe gebeten, nachdem Barça drei Angebote für ihn abgegeben hatte. Liverpool blieb hart, doch die Spekulationen gingen weiter und erreichten zum Jahreswechsel ein neues Level, nachdem Barça-Ausrüster Nike ein peinlicher Fehler unterlaufen war. Der Sportartikel-Hersteller hatte im Online-Shop des FC Barcelona für kurze Zeit Coutinho-Trikots angekündigt. "Philippe Coutinho ist bereit, das Camp Nou zu erleuchten", hieß es dazu.

Zu Saisonbeginn hatten die Liverpool-Bosse noch eine Stellungnahme veröffentlicht, in der sie Coutinho für unverkäuflich erklärten. Davon scheinen sie angesichts der höchsten Summe, die je ein englischer Fußballverein für einen Spieler kassieren könnte, nun offenbar abzurücken. Mit 140 Millionen Pfund wird Coutinho nach Landsmann Neymar zum bislang zweitteuersten Fußballer. Neymar hatte die Transferposse um Coutinho mit seinem Weggang zu Paris Saint-Germain für 222 Millionen Euro im Sommer in Gang gesetzt.  © dpa