Pep Guardiola wettert gegen den straffen Terminplan in der englischen Premier League. Der Trainer von Manchester City warnt mit drastischen Worten: "So töten wir die Spieler."

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Pep Guardiola hat derzeit eigentlich wenig Grund für schlechte Laune. Der katalanische Erfolgstrainer führt die englische Premier League mit seinem Klub Manchester City souverän mit 15 Punkten Vorsprung auf den Tabellenzweiten Manchester United an.

Dennoch redete sich der 46-Jährige bei der Pressekonferenz nach dem 3:1-Sieg gegen den FC Watford am Dienstagabend in Rage. Der Grund: der straffe Terminkalender in Englands Fußball-Oberhaus.

"So viele Spielerverletzungen in den letzten Wochen - so töten wir die Spieler. Der Verband muss sich darüber Gedanken machen. Das ist doch nicht normal", schimpfte Guardiola.

Gabriel Jesus fällt lange aus

Zuletzt hatte sich mit Gabriel Jesus ein wichtiger Offensivspieler der Citizens schwer am Knie verletzt und wird mehrere Wochen, womöglich Monate ausfallen.

Auch Star-Spieler Kevin de Bruyne hatte sich eine Verletzung zugezogen, stand gegen Watford aber wieder in der Startelf.

Für Guardiola ist die Anzahl an Spielen über die Weihnachtsfeiertage und zu Beginn des neuen Jahres zu hoch.

Guardiola: Spieler sind der Grund, warum wir hier sind

"Wir sind hier nicht beim Basketball oder beim Tennis, die Spieler brauchen Regeneration. Schaut euch doch mal an, wie viele Spieler zuletzt Muskelverletzungen hatten. Aber die Show muss ja weitergehen", echauffierte sich der ehemalige Trainer des FC Bayern.

Er wolle zwar den traditionsreichen Boxing-Day-Spieltag nicht abschaffen. Aber er könne nicht verstehen, wieso sein Team sowohl an Silvester als auch zwei Tage später auf dem Platz stehen müsse.

Die Spieler würden durch die Verantwortlichen des englischen Fußballverbands nicht geschützt.

Für Guardiola sei dies ein Fehler: "Die Spieler sind Künstler. Sie sind der Grund, warum wir hier sind." (tfr)

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