Zlatan Ibrahimovic: Vandalismus und Wut in Malmö

Schwedens Nationalheld spaltet mit einer Bekanntgabe sein Heimatland. In seiner Geburtsstadt kommt es im Zuge dessen sogar zu Vandalismus.

Der Einstieg von Zlatan Ibrahimovic als Anteilseigner beim Stockholmer Verein Hammarby IF hat in seiner Heimatstadt Malmö für gehörigen Frust gesorgt. Nach der Bekanntgabe zierten zunächst ein Klositz und eine Mülltüte die erst kürzlich eingeweihte Statue des Stürmerstars vor dem Stadion der Stadt.
Später wurde auch eine rassistische Parole auf Pflastersteine vor dem Bronze-Abbild des Fußballers gesprüht. "Cigani" war dort zu lesen, also zu deutsch "Zigeuner". Damit spielten die Vandalen wohl auf Ibrahimovics bosnisch-kroatische Herkunft an.
Brandschäden und Spuren eines Feuerlöschers am Sockel deuteten zudem darauf hin, dass jemand versucht hat, die Statue anzuzünden.
In der Nacht zum Donnerstag wurde auch die Wohnung des 38-Jährigen in Stockholm beschädigt. Jemand sprühte dort "Judas" an die Tür.
Wie dieses Bild zeigt, wurde auch die intensiv riechende schwedische Fischspeise Surströmming vor dem Eingang zu Ibrahimovics Wohnung verteilt.
Zlatan stammt aus Malmös Problemviertel Rosengård und hatte seine ersten Profijahre bei Malmö FF verbracht. Gerade deshalb können ihm viele Anhänger des Klubs sein Engagement beim Konkurrenten aus der schwedischen Hauptstadt nicht verzeihen.