• Joachim Streich leidet an Blutarmut. Bereits vor Wochen musste eine Stammzelltransplantation bei dem 70-Jährigen verschoben werden.
  • Nun bereitet sich die Legende des DDR-Fußballs auf einen neuen Termin vor - und berichtet von "sehr schlimmen Tagen".

Mehr Fußballthemen finden Sie hier

DDR-Rekordnationalspieler Joachim Streich wartet nach eigenen Angaben auf einen neuen Termin für eine Stammzelltransplantation. Der an Blutarmut leidende Magdeburger sollte bereits vor drei Wochen behandelt werden.

"Alles war vorbereitet, ich war schon auf Station. Doch dann kam eine Lungenentzündung dazwischen. Ich musste wieder entlassen werden. Das waren sehr schlimme Tage für mich", sagte der 70-Jährige der "Bild".

Ostfußball-Legende Streich leidet am Myelodysplastischen Syndrom im fortgeschrittenen Stadium, das in eine Leukämie übergehen kann. Bisher wurde Streichs Blut durch Transfusionen in Magdeburg erneuert, doch ein Arzt riet Streich zu einer effektiveren Behandlung.

Joachim Streich: "Habe die Diagnose schon länger"

"Er hat mir verraten, dass er früher als Fan auf der Tribüne saß, als ich noch aktiv war. Ich habe mich da sofort gut aufgehoben gefühlt", sagte Streich, der in seiner Nationalmannschaftskarriere in 102 Länderspielen 55 Tore bejubeln durfte.

Seinen Kampfgeist hat der frühere Stürmer, der in 378 Oberligapartien für den FC Hansa Rostock und den 1. FC Magdeburg 229 Tore erzielt hatte, behalten. "Ich habe die Diagnose schon länger. Und versuche positiv damit umzugehen. Abgesehen davon, dass ich mich oftmals schlapp fühle, gelingt mir das ganz gut."

Schon im Voraus bedankte sich Streich bei seinem Stammzellspender: "Ich weiß, dass ich niemals erfahren werde, wer er ist. Aber ich ziehe den Hut vor ihm. Danke!" (dpa/fte)

Andreas Köpke, Deutschland, Italien, EM 1996, Gruppe C, Manchester, Old Trafford, Diego Fuser
Bildergalerie starten

Als Absteiger Europameister: Im Torhüterland Deutschland bewies Köpke Geduld

Andreas Köpke feiert 60. Geburtstag. Der spätere Bundestorwarttrainer brachte während seiner Karriere die Geduld auf, hinter Bodo Illgner auf seine Chance zu warten. Mangel an erstklassigen Torhütern besteht in Deutschland traditionell nicht. Zwei Mal erfolgten Ablösungen im Tor durch Unfälle. Wir blicken auf Legenden zurück.
Teaserbild: © Ronny Hartmann/dpa-Zentralbild