Die Transferdiskussionen zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München um Marco Reus nehmen keine Ende. Doch nun schaltet sich offenbar ein weiterer europäischer Topklub ein: Wie "Bild Plus" berichtet, bietet Manchester City um Reus mit.

Dem Bericht zufolge will der englische Klub im Besitz des Öl-Scheichs Mansour bin Zayed Al Nahyan Reus mit einem Jahresgehalt von 13 Millionen Euro locken. Dieses Gehalt würde der FC Bayern wohl nicht bieten, die Topverdiener in München wie Bastian Schweinsteiger, Philipp Lahm oder Franck Ribery bekommen laut "Bild" geschätzte 12 Millionen Euro im Jahr.

Zuletzt hatte sich der Ton zwischen dem FC Bayern und dem BVB wegen des andauernden Wechseldiskussionen verschärft. Der Vorstandschef des FC Bayern, Karl-Heinz Rummenigge, hatte vor dem Liga-Duell am vergangenen Woche sein Interesse bekundet: "Möglicherweise ist ein junger deutscher Nationalspieler solcher Qualität für uns interessant. Aber ich will jetzt nicht in Dortmund für Unruhe sorgen."

Wer buhlt noch um Marco Reus?

BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke zeigte sich am vergangenen Sonntag nach der 1:2-Pleite des BVB in München darüber verschnupft: "Der Stil von Karl-Heinz Rummenigge hat auf der nach oben hin offenen Heuchel-Skala einen ganz hohen Wert", kommentierte Hans-Joachim Watzke im Sport1-"Doppelpass" die jüngste Aussage von Karl-Heinz Rummenigge zur Zukunft des Nationalspielers. "Es ist legitim, Marco Reus verpflichten zu wollen. Aber das muss man doch nicht permanent in die Öffentlichkeit tragen. Man kann das mit einem gewissen Niveau machen."

Der deutsche Nationalspieler (beim BVB eigentlich bis 2017 unter Vertrag) ist im kommenden Sommer ein echtes Schnäppchen. Dann kann er Borussia Dortmund für eine festgeschriebene Ablösesumme in Höhe von 25 Millionen Euro verlassen. Nicht zuletzt deswegen scheint es unwahrscheinlich, dass nur der FC Bayern und Manchester City um seine Dienste buhlen werden.

Auch Real Madrid und der FC Barcelona an Reus dran?

Wie die "Bild" weiter berichtet, hätten bereits die beiden spanischen Topklubs Real Madrid und der FC Barcelona ihr Interesse an Reus bekundet haben. Klar ist nur: Die Transferdiskussionen um den deutschen Nationalspieler dürften weitergehen, bis sich Reus entschieden hat, ob er seinen Vertrag in Dortmund erfüllt.

Der 25-Jährige hatte sich vor dem Spiel gegen den FC Bayern München auf seiner Facebook-Seite selbst zu den Spekulationen geäußert. Dort schreibt er, dass "sich im Moment andere Menschen weitaus mehr Gedanken über meine Zukunft machen, als ich das tue." Was das genau bedeutet, weiß nur Reus selbst. (cai/dpa)