Manuel Neuer visiert die WM in Russland weiter fest an. Der verletzte Bayern-Torwart brennt auf ein baldiges Comeback. Einen möglichen Zeitpunkt hat er auch schon vor Augen.

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Nationaltorhüter Manuel Neuer glaubt weiter fest an eine Teilnahme an der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland. "Ich denke schon, dass ich dabei bin und auch spielen kann. Und das will ich auch", sagte der 32 Jahre alte Weltmeister dem Magazin "Stern" (Donnerstag).

Der seit sieben Monaten verletzte Kapitän des FC Bayern München schließt sogar einen Einsatz in einem möglichen Champions-League-Finale in dieser Saison nicht aus.

"Da muss alles passen, aber es hat mich in der Reha schon sehr motiviert, dass wir noch in zwei Wettbewerben sind - DFB-Pokal und Champions League. Das hat mir Perspektiven eröffnet - noch für diese Saison", sagte Neuer.

Neuer: "Leistung im Training entscheidend"

Was im ersten Moment wie eine Kampfansage an den zuletzt starken Ersatztorwart Sven Ulreich klingt, wird von Neuer selbst jedoch schnell revidiert.

Am Ende sei es nicht seine Entscheidung, ob er spiele. Er könne "nicht von nichts kommen und sagen: Ich spiele hier ein Finale. Die Leistung im Training wird entscheidend sein", glaubt Neuer.

Die lange Leidenszeit war für den Weltmeister-Torwart nicht einfach. Natürlich habe es den Punkt gegeben, an dem die Heilung stagnierte. "Da musste ich schon schlucken und habe mich gefragt: Warum geht das nicht weiter. Was hat das zu bedeuten, was macht gerade mein Körper mit mir?"

Besonders vermisst habe Neuer "dieses Gefühl, gebraucht zu werden. Das hat mir am meisten gefehlt", erklärte der DFB-Kapitän.

Bayern-Trainer Jupp Heynckes hatte zuletzt gesagt, dass er einen "klaren Plan" bei den Torhütern Sven Ulreich und Manuel Neuer habe. Einen konkreten Zeitpunkt für das Comeback von Neuer hat Heynckes bislang nicht benannt. Der Trainer hält es aber für möglich, dass der Torwart nach seinem Mittelfußbruch noch in dieser Saison beim FC Bayern zum Einsatz kommt. (ms/dpa)