Borussia Dortmund rüstet auf: Nach den feststehenden Transfers von Adrian Ramos (Hertha BSC) und Dong-Won Ji (Augsburg) schlägt der BVB jetzt nochmal zu. Nationalspieler Matthias Ginter vom SC Freiburg spielt laut Medienberichten ab der kommenden Saison für die Schwarz-Gelben. Warum holt der BVB Ginter überhaupt? Und wer könnte noch alles kommen?

Wer ist Matthias Ginter?

Ginter spielt bereits seit 2005 für den SC Freiburg. Mit der A-Jugend gewann er 2011 den DFB-Junioren-Vereinspokal. Der gebürtige Freiburger wurde 2012 und 2013 mit der Fritz-Walter-Medaille in Gold als bester Nachwuchsspieler seines Jahrgangs ausgezeichnet. Sein Profidebüt für den Sportclub bestritt er im Januar 2012. Der 20-Jährige kann bisher auf 65 Bundesliga-Einsätze zurückblicken.

Acht Millionen Euro lässt sich der BVB offenbar das Defensiv-Talent kosten, das Nationaltrainer Jogi Löw bereits bei einem Länderspiel einsetzte. Beim Test-Kick gegen Chile im März wurde der 20-Jährige in den Schlussminuten eingewechselt.

Warum holt Dortmund Ginter?

Ginter ist das wohl größte Defensiv-Talent Deutschlands und hat seinen Entwicklungsprozess noch lange nicht abgeschlossen. Neben der Borussia sollen auch Manchester United und der FC Arsenal am 20-Jährigen interessiert gewesen sein. Acht Millionen Euro Ablöse für Ginter sind durchaus gerechtfertigt, zumal Ginter noch bis 2017 an Freiburg gebunden ist.

Mit dem Transfer verschafft sich der BVB mehr Flexibilität in der Defensive. Ginter ist eine passende Alternative zu Mats Hummels, Sokratis Papastathopoulos und dem zurzeit aufgrund eines Kreuzbandrisses ausfallenden Neven Subotic. Zudem kann Ginter im defensiven Mittelfeld zum Einsatz kommen. Vor allem dort drückte beim verletzungsgeplagten BVB zuletzt der Schuh - Ilkay Gündogan fällt beinahe die komplette Spielzeit aus, auch Sebastian Kehl, Nuri Sahin und Sven Bender sind immer wieder verletzt oder angeschlagen.

Wer könnte noch alles kommen?

Der BVB sucht weiterhin nach Verstärkungen für die Offensive, um den Wechsel von Robert Lewandowski zum FC Bayern München möglichst gut zu kompensieren. Bei diesen Gedankenspielen fällt immer wieder der Name von Nürnbergs Josip Drmic. Der Schweizer Nationalspieler erzielte bereits 16 Saisontore und und kann den "Club" aufgrund einer Ausstiegsklausel für fünf Millionen Euro verlassen.

Seit langem halten sich auch hartnäckig die Gerüchte um Kevin Volland von der TSG Hoffenheim. Der 21-Jährige glänzt in dieser Saison mit 18 Scorerpunkten und ist für manche Experten eine Option für den WM-Kader von Bundestrainer Jogi Löw. Auch mit Real Madrids Alvaro Morata und Portos Jackson Martinez wird der BVB in Verbindung gebracht. Beide dürften aber finanziell nicht erschwinglich sein.

Zudem wird in englischen Medien über eine Rückkehr von Manchester Uniteds Shinji Kagawa zum BVB spekuliert. Der Japaner kam in dieser Saison erst in 14 Premier-League-Partien zum Einsatz und ist bei den "Red Devils" nicht mehr glücklich.

Einen ehemaligen Rückkehrer hat Dortmund bereits gebunden. Nuri Sahin, bislang nur von Real Madrid ausgeliehen, hat der BVB für sieben Millionen Euro fest verpflichtet. (tfr)