Joachim Löw reagiert auf die Kritik Sandro Wagners nach dessen Nichtberücksichtigung für den WM-Kader. Der Bundestrainer schießt beim TV-Sender "Sky" zurück - mit ungewohnt klaren Worten.

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Die Nichtnominierung von Sandro Wagner für den WM-Kader hat beim Bayern-Stürmer für viel Unmut gesorgt. Es folgten sein Rücktritt aus der DFB-Elf und harte Worte in Richtung des Bundestrainers Joachim Löw.

Dieser konterte die Vorwürfe nun - und zwar in einer für ihn ungewohnten Schärfe.

Löw sieht die Worte Wagners nicht als Kritik an ihm selbst: "Ich empfinde es als Kritik gegenüber seinen Kollegen, die auch spielen. Er stellt manche dar, die bei uns schon ewig spielen, die zu den Führungsspielern gehören, als wären sie ausgemachte Vollidioten", sagte der Bundestrainer am Rande einer Veranstaltung dem TV-Sender "Sky".

Wagners Aussage suggeriere, so Löw, als ob die nominierten Spieler nur dabei seien, weil sie nicht ihre Meinung sagten.

Joachim Löw: "Reaktion überzogen"

Die Enttäuschung Wagners kann Löw verstehen, die Reaktion allerdings nicht.

"Ich finde seine Reaktion ein bisschen überzogen", sagte Löw und ergänzte: "Jeder, der uns kennt, weiß, wie wir die Spieler immer anhalten, ihre Meinung zu sagen, offen und ehrlich zu sein, uns kritisch gegenüberzutreten. Diese Dinge werden bei uns großgeschrieben."

Wagner war von Löw nicht für die WM berücksichtigt worden. Stattdessen entschied sich das Trainerteam für Mario Gomez und Nils Petersen.

"Für mich ist klar, dass ich mit meiner Art, immer offen, ehrlich und direkt Dinge anzusprechen, anscheinend nicht mit dem Trainerteam zusammenpasse”, hatte er in der "Bild"-Zeitung die Entscheidung kritisiert und daraufhin seinen Rücktritt von der Nationalmannschaft verkündet. (ms)

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