Liverpool-Trainer Jürgen Klopp hat sich zu den zahlreichen Trainerentlassungen der letzten Wochen geäußert. Und bewies dabei auch Humor.

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Jürgen Klopp hat nach den jüngsten namhaften Trainertrennungen in der Premier League und in der Bundesliga von einer "seltsamen Woche" gesprochen. Am Sonntag hatte der FC Chelsea das Engagement von Graham Potter vorzeitig beendet, ebenso Leicester City mit Brendan Rodgers. Dazu zählte Klopp noch die Trennung von Antonio Conte am Sonntag vor einer Woche bei Tottenham Hotspur auf und das Aus von Julian Nagelsmann beim FC Bayern München.

"Die Saison geht in die entscheidende Phase und die Leute haben Angst, die Ziele nicht zu erreichen", meinte Klopp, der selbst mit den Liverpoolern in dieser Spielzeit den Ansprüchen hinterherhinkt. Den Medienvertreterinnen und -vertretern bei der Pk entgegnete er gut gelaunt und mit einem Lachen, dass die Frage aus deren Sicht doch wahrscheinlicher eher sei: "Warum sitze ich (Klopp) noch hier in dieser verrückten Welt?" Er sei der "Last Man Standing", witzelte Klopp.

Klopp glaubt an Zukunft der entlassenen Trainer

Für die vier Kollegen, die jüngst ihren Job verloren hatten, sei die Fußball-Trainer-Zukunft aber immer noch strahlend, betonte Klopp. "Es ist kein Desaster. Es ist eine Situation, die sie wahrscheinlich nicht mögen, aber Teil des Geschäfts", sagte der 55-Jährige. Dass in der Premier League in dieser Spielzeit bereits zwölf Trainer entlassen worden seien, sei eine "schreckliche Zahl, aber es ist wie es ist".

Was Chelsea betrifft, geht Klopp vor der Partie an der Stamford Bridge schon davon aus, dass die Blues eine Reaktion zeigen werden, nachdem Potter gehen musste und Assistent Bruno Saltor erstmal den Posten übernommen hat. So wie die Bayern unter Neu-Coach Tuchel bei deren 4:2 im Topspiel am Samstag gegen Borussia Dortmund.

Liverpool in der Premier League nur auf Platz acht

Nach zwei Niederlagen nacheinander, zuletzt 1:4 bei Manchester City, steht Klopp mit Liverpool nur auf Rang acht in der englischen Meisterschaft. Er sei sich bewusst, dass er noch hier sitze wegen der Vergangenheit, nicht für das, was sie diese Saison zeigen würden. "Wenn das meine erste Saison wäre, würde es ein bisschen anders aussehen", meinte Klopp.

Er trainiert den Traditionsclub seit Oktober 2015, 2019 hatte er ihn zum Gewinn der Champions League geführt, 2020 wurde er englischer Meister mit Liverpool. Ich bin hier, um abzuliefern. Ich bin hier nicht als Talisman", betonte Klopp. (dpa/jum)

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