Die Torlinientechnik ist beschlossene Sache. Ab Sommer 2015 wird das Hawk-Eye-System in der Bundesliga eingeführt. 15 Vereine stimmten dafür, nur drei dagegen. Die Twitter-Reaktionen.

In der Fußball-Bundesliga kommt von der nächsten Saison an die Torlinientechnologie zum Einsatz. Bei der Mitgliederversammlung der DFL sprach sich eine ausreichende Mehrheit von 15 Erstligisten für das Hawk-Eye-System aus, drei Klubs votierten dagegen. "Ich glaube, dass es für den deutschen Fußball ein Schritt nach vorne ist", sagte Liga-Boss Reinhard Rauball. Dem stimmt auch Mario Götze zu, der als erster Fußballprofi in Deutschland seine Freude über die Einführung der Torlinientechnik per Twitter kundtat.

Beim FC Schalke 04 hingegen ist man sich nicht ganz einig, ob man die Einführung gut oder eher mäßig findet. S04-Trainer Roberto di Matteo ist begeistert: "Ich kenne das aus England und finde es gut. Ich hätte auch dafür gestimmt." Schalkes Sportvorstand Horst Heldt entgegen ist weiterhin kritisch: "An den ersten 13 Spieltagen gab es keine Situation, in der es hieß: 'Tor oder nicht Tor?' Wenn die Torlinientechnik eingeführt wird, sollte über die Einführung weiterer Techniken diskutiert werden. In Holland wird der Videoschiedsrichter praktiziert, das ist konsequent."

Die Misskommunikation zwischen Trainer und Sportvorstand sorgt immerhin für Erheiterung bei Sänger Tim Bendzko.

Ex-BVB-Profi Christoph Metzelder hingegen ist die Torlinientechnik scheinbar noch nicht genug.

Die Sportkommentatoren Wolff-Christoph Fuss und Frank Buschmann freuen sich jedoch. Vielleicht, weil das Hawk-Eye-System auch ihre Arbeit erleichtert.

Andere fragen sich hingegen, ob man strittige Entscheidungen nicht auch anders lösen könnte.

Und ein weiterer Twitter-Nutzer ruft gar das Ende der Streitkultur aus.

(ska)