München (sl/ae) - Ring frei für die nächste Runde im Gezerre um den Nationaltorwart Manuel Neuer von Schalke 04.

Nachdem Bayern-Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge am Dienstag an die Ehre von Schalke appellierte und auf die Handschlag-Vereinbarung pocht, kommt jetzt umgehend die Reaktion aus Gelsenkirchen.

S04-Vorstand Peter Peters schildert bei "bild.de" seine Sichtweise der Verhandlungen: "Am Ende des Gesprächs ist Karl Hopfner aufgestanden und hat uns die Hand gereicht, um den Wechsel zu besiegeln. Doch da hat unser Manager Horst Heldt gesagt: 'Nein, das können wir jetzt noch nicht machen!'"

Und die Antwort aus München folgt umgehend. Karl-Heinz Rummenigge sagt zu "bild.de": "Als wir uns in Berlin getroffen haben, da sind die Dinge soweit geklärt worden, dass ich von einer endverhaltenden Vereinbarung sprechen kann. Darauf hat man sich die Hand gereicht. Es waren fünf Leute im Raum."

Wer hat jetzt Recht? Generell können mündlich oder per Handschlag vereinbarte Verträge rechtswirksam sein. Laut "bild.de" war nach Wahrnehmung der FCB-Bosse der Wechsel von Neuer nach München nach dem Treffen am 10. Mai, bei dem auch der Handschlag statt gefunden haben soll, fix.

Ganz anders sahen es wohl die Verantwortlichen von Königsblau. Bei "bild.de" sagt Peter Peters, dass nur die Eckdaten für den möglichen Deal beschlossen wurden. "Wir hatten wirklich gute Gespräche mit den Bayern und haben auch wirtschaftliche Einigkeit erzielt. Aber wir haben uns noch nicht endgültig entschieden, das Angebot anzunehmen."

Der Wechsel-Wirrwarr um den Nationaltorwart scheint noch lange nicht beendet. Neueste Meldung aus Gelsenkirchen: Wie die Online-Ausgabe der "Bild" berichtet, soll Schalke-Aufsichtsrats-Boss Tönnies dem Keeper einen Vertrag bis 2015 angeboten haben. Dotiert mit sieben Millionen Euro Gehalt pro Saison. Der Clou dabei: Neuer hat in dem Vertrag eine Ausstiegsklausel für 2013.

Laut der Zeitung gibt es am Donnerstag ein Geheimtreffen von Tönnies und Schalke-Manager Horst Heldt, um die nächsten Schritte im Fall Neuer zu planen. Am Montag kommt der Aufsichtsrat zusammen und spätestens dann soll das Gezerre um Neuer beendet sein.