Am Donnerstag gab DFB-Präsident Wolfgang Niersbach eine bizarre Pressekonferenz zu der Affäre rund um die WM 2006. Darin räumte er zwar eine Millionen-Zahlung an die Fifa ein, sagte jedoch auch, dass diese nicht mit der Vergabe der Weltmeisterschaft in Verbindung stehe. Dennoch stellt sich die Frage, wie glaubwürdig der DFB noch ist und ob Niersbach zurücktreten sollte. In unserem Pressekompass sehen Sie, was Zeitungen schreiben - und was denken Sie? Sagen Sie es uns.

Wolfgang Niersbach erklärte am Donnerstag auf einer Pressekonferenz, dass die Fifa dem DFB einen Organisationszuschuss in Höhe von 250 Millionen Euro in Aussicht gestellt habe. Im Gegenzug sei jedoch zunächst ein Darlehen in Höhe von 6,7 Millionen Euro gefordert worden. WM-OK-Chef Franz Beckenbauer habe sich persönlich bereit erklärt, das Geld zu zahlen.

Davon habe ihm jedoch sein ehemaliger Manager Robert Schwan abgeraten. Daraufhin sei ein Kontakt zu dem damaligen Adidas Chef Robert Louis-Dreyfus hergestellt worden. Dieser habe anschließend das Geld gezahlt, erklärte Niersbach. Dieser Version widersprach die Fifa bereits.

Am Freitag erklärte der ehemalige DFB-Präsident Theo Zwanziger im "Spiegel", dass es "eindeutig" eine "schwarze Kasse" bei der Vergabe der WM 2006 gegeben habe. Zwanziger bezichtigt Niersbach deshalb nun der Lüge, weil dieser "schon seit mindestens 2005" davon gewusst habe.

Soll Wolfgang Niersbach nach seiner grotesken Pressekonferenz zurücktreten? Und ist der DFB noch glaubhaft? In unserem Pressekompass sehen Sie einerseits, welche Medien, welche Meinung vertreten. Zudem können Sie Ihre Meinung dazu abgeben: